45.000 Gäste werden zu Frequency erwartet

Erstellt am 30. Jänner 2012 | 00:00
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NEUAUFLAGE / Zwölfte Ausgabe des Festivals findet wieder am Traisenufer statt. Kopal-Kaserne bleibt heuer fix Teil-Standort.

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VON MARIO KERN

ST. PÖLTEN / „Ich gehe davon aus, dass das Festival auch heuer wieder ausverkauft sein wird“, sagt Harry Jenner. Der Kopf der Firma musicnet, die das Frequency nun zum bereits vierten Mal am Traisenufer in der Landeshauptstadt auf die Beine stellt, rechnet in Superlativen: Das Frequency ist auf erneut 45.000 Besucher pro Tag ausgelegt, der Besucherzustrom der vergangenen Jahre gibt Jenners Prognose Halt. „Dass wir 2012 wieder hier sind, ist ein Zeichen, dass wir etwas richtig gemacht haben“, sagt Jenner.

In diesem Jahr findet das Massen-Festival mit 100 Musik-Acts von 16. bis 18. August im Green Park (auf dem VAZ-Gelände und dem Stadtsportplatz) sowie im nicht minder bewährten Night Park statt. Gerade letzterer Standort in den ehemaligen Panzerhallen der Kopal-Kaserne soll unter Österreichs Jugendlichen als „Tüpfelchen auf dem i“ gelten. Auch Jenner und Bürgermeister Matthias Stadler wissen um die Bedeutung von Traisenufer und Kasernen-Areal. Stadler weiß nach Rücksprache mit Julius Eberhardt, dem Besitzer des alten Militärareals: „Er stellt die Kopal-Kaserne für das Frequency zur Verfügung.“

Gleich bleiben werden in diesem Jahr wieder international bekannte Headliner und dutzende weitere Bands (gebucht sind unter anderen erneut Placebo, Beatsteaks, Sportfreunde Stiller, Tocotronic und Kettcar) und etwa das Dosen-Rückgabe-Konzept (für 15 leere Dosen gibt es eine volle).

„Green Camper“-Bereich  wird 2012 erweitert

Die Müllmassen (im Vorjahr 250 Tonnen) sollen 2012 reduziert und rascher gesammelt werden. Beim Kampf gegen den von tausenden Konzertgästen verursachten Abfall sollen Heuwender und Müllsauger zum Einsatz kommen. Das Müll- und Umweltkonzept „Green Stage“ soll weiter umgesetzt werden. „Letztendlich sind wir aber auch auf das Publikum angewiesen“, ruft Harry Jenner zu Müllbewusstsein auf. Ein Ansatz ist hier der „Green Camper“-Bereich, der Festivalbesuchern das Müllvermeiden leichter machen soll, ein Areal, das im Gegensatz zu 1.000 Gästen im Vorjahr heuer Platz für 5.000 umweltbewusste Besucher bieten soll. Auch die Kommunikation mit den Anrainern soll verbessert werden, mehr Müllcontainer sollen vorhanden sein und nahe den Siedlungsgebieten soll schneller gereinigt werden. Gänzlich neu ist beim diesjährigen Festival ein „Art Park“, der tagsüber Raum für Stand-up-Comedy, Kulinarik, Drumsessions und Medienprojekte geben soll.

St. Pölten profitiere nicht nur, was die Umwegrentabilität anbelangt, sondern auch in Sachen Image klar von einem der bundesweit größten Musikfestivals, betont Bürgermeister Matthias Stadler. „Der Werbewert des Frequency ist enorm. Wir freuen uns, dass St. Pölten auch 2012 wieder der Veranstaltungsort ist.“ Jenner, der in diesem Jahr zum bereits 12. Mal ein Frequency-Festival veranstaltet, stößt ins selbe Horn. „Wir sind froh, wieder hier zu sein. Und dass wir wieder schönes Wetter haben, ist wie das Amen im Gebet.“