Kampf um Tempo 100 auf A1 in St. Pölten: Langsam fahren statt Blockade

Aktualisiert am 24. Mai 2022 | 09:10
Lesezeit: 2 Min
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Am 24. Mai organisiert die Initiative „Energieeffizienz und mehr Lebensqualität in St. Pölten“ eine Langsamfahraktion.
Foto: NÖN
Initiative blitzte mit Antrag auf Kundgebung auf der Westautobahn ab. Jetzt wird zum zivilen Ungehorsam aufgerufen: Heute, Dienstag, findet um 11 Uhr eine Langsamfahraktion im Stadtgebiet auf beiden Fahrstreifen der A 1 statt.

Seit mehr als zehn Jahren kämpfen Politik und Bürger für Tempo 100 auf der Autobahn im Stadtgebiet. Jetzt zieht man andere Saiten auf.

Auch wenn der Initiative „Energieeffizienz und mehr Lebensqualität in St. Pölten“ eine Kundgebung mit Sperre der A 1 behördlich untersagt wurde. Die Initiative ruft nun zum zivilen Ungehorsam auf.

„Es muss weh tun, damit endlich die Wiener Stellen im Grünen Ministerium munter werden und auf die Anliegen St. Pöltens eingehen.“ Vizebürgermeister Harald Ludwig

„Die Behörde kommt zum Schluss, dass die mehrstündige extreme Störung des Straßenverkehrs gravierende Belästigungen und sicherheitsgefährdende Beeinträchtigungen zahlreicher unbeteiligter Personen erwarten lasse“, berichtet Vizebürgermeister Harald Ludwig. In Tirol sei die Sperre aufgrund des geringen Verkehrsaufkommens etwa möglich gewesen.

Die Begründung sieht Ludwig als Vertreter der Initiative eigentlich als „Argument für uns“ und ärgert sich über Ignoranz und Ablehnung der zuständigen Stellen trotz aller Bemühungen. „Es muss weh tun, damit endlich die Wiener Stellen im Grünen Ministerium munter werden und auf die Anliegen St. Pöltens eingehen“, ist daher Ludwigs Fazit.

Die belastete Bevölkerung und alle Naturschützer wurden daher aufgerufen, am heutigen Dienstag, 24. Mai, um 11 Uhr eine Langsamfahraktion im Stadtgebiet auf beiden Fahrstreifen der A 1 zu unterstützen. „Natürlich wird die Mindestgeschwindigkeit eingehalten und die Verkehrssicherheit gewährleistet“, sagt Ludwig.

Bisher scheiterte die Temporeduzierung an rechtlichen Voraussetzungen. „Die vorgebrachte Argumentation der zu guten Luft und zu geringen Lärmbeeinträchtigung nehmen wir aber nicht mehr zur Kenntnis, da die Schwellenwerte nicht gesundheitsdienlichen Richtwerten entsprechen und wir die Messmethoden, die zum Einsatz gekommen sind, als dem Transitverkehr dienlich ansehen“, meint Ludwig.

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