St. Pölten hat nun Einsatzzentrale für Kulturhauptstadt. Alte Rot-Kreuz-Villa wird Arbeitsplatz für 50 Mitarbeiter, die St. Pölten auf 2024 vorbereiten. Kindergarten kommt „zeitnah“.

Von Martin Gruber-Dorninger. Erstellt am 15. Juli 2020 (05:55)
Das ehemalige Areal des Roten Kreuzes in der Ludwig-Stöhr-Straße wird künftig 50 Mitarbeitern der NÖ KulturhauptstadtalsArbeitsplatz dienen.
Gruber-Dorninger

Die alte Villa an der Promenade, die jahrzehntelang dem Roten Kreuz als Bezirkszentrale diente, wird ab sofort schrittweise der Niederösterreichischen Kulturhauptstadt 2024 zur Verfügung gestellt. 50 Mitarbeiter sollen darin ihren Arbeitsplatz finden.

Die Rettungsorganisation übersiedelte 2018 von der Ludwig-Stöhr-Straße in die Dr.-Theodor-Körner-Straße. Nun wird die Villa abermals zur Einsatzzentrale, allerdings für die Kultur. Von hier aus sollen die Kultur-Veranstaltungen koordiniert und organisiert werden.

„Die alte Villa an der Promenade wird ab sofort und schrittweise der NÖ Kulturhauptstadt 2024 zur Verfügung gestellt.“Baudirektor Wolfgang Lengauer

Der neue Nutzungsplan ergänzt die bereits nach dem Kauf angedachten Verwendungsmöglichkeiten. Die Stadt hat das Areal Ende 2018 um 2,3 Millionen Euro von einem Immobilienentwickler erworben und bereits damals einen Kindergarten dort vorgesehen - die NÖN berichtete:

Bedarf gebe an dem Standort aufgrund der steigenden Einwohnerzahl in der Innenstadt. „Ein zweigruppiger Kindergarten soll zeitnah im ersten Obergeschoß etabliert werden“, erklärt St. Pöltens Baudirektor Wolfgang Lengauer. Die bestehende innenhofseitige Gartenanlage wird den Kindern ebenfalls zur Verfügung stehen.

Das übrige Areal, wo vor wenigen Jahren noch die Rettungsautos standen, wird hauptsächlich vom Magistrat genutzt werden. Die Freiflächen und Garagen werden für den Fuhrpark des Rathausbezirks benötigt. Das Kellergeschoß des Neubautrakts wird laut Lengauer als Archiv und Lagerraum genutzt. Die restlichen Nutzflächen im Dachgeschoß dienen als Ersatzbüroflächen für den Magistrat.

Ursprüngliche Überlegungen, in dem Areal auch die Volkshochschule unterzubringen, wurden verworfen. Der aktuelle Standort auf der Hermannshöhe werde laut Stadt gut angenommen.