Sorge um Pfarrgarten in Spratzern. Mit Unterschriftenliste richten sich Bewohner gegen etwaige Pläne. Pfarrkirchenrat will rechtzeitig informieren.

Von Martin Gruber-Dorninger. Erstellt am 21. November 2020 (04:47)
Anrainer des Spratzerner Pfarrgartens stellen sich gegen eine Verbauung und initiierten nun eine Unterschriftenliste, die an die Pfarre erging. Der Kirchengemeinderat bekräftigt aber, dass noch nichts entschieden sei.
privat

Im Pfarrblatt wurde verkündet, dass künftig eine Wohnhausanlage im Pfarrgarten entstehen könnte. Das beunruhigt die Anrainer, die sich nun mit einer Unterschriftenliste dagegen wehren wollen. Der Pfarrkirchenrat zeigt Verständnis und verspricht, die Anrainer rechtzeitig von derartigen Plänen in Kenntnis zu setzen.

Bauland Kerngebiet mit einer Bauklasse von 1/2, so lautet die Widmung des Pfarrgartens. Das würde eine Verbauung von 35 Prozent erlauben mit einstöckigen Bauten plus einer Mansarde. Das ist den Anrainern zu viel. „Mit Einfamilien- oder Reihenhäusern könnten wir leben. Wir fürchten aber die Errichtung eines Wohnsilos mit mehr als 50 Einheiten“, erklärt Sabine Gregorites in einem Brief an die NÖN. Es sei bereits jetzt eng in der Wohngegend, was die Parkplatzsituation betreffe, 50 Autos neuer Spratzerner würden die Situation noch weiter verschärfen. Sie initiierte daher eine Unterschriftenliste, und hofft auf ein Umdenken.

Noch nichts entschieden oder geplant sei auf dem Pfarrgarten, das versichert Pfarrkirchenrätin Eva Czirny. Sie nehme die Sorgen der Anrainer zur Kenntnis. „Wir verstehen, dass jede mögliche Bauführung in der Nachbarschaft zunächst als unmittelbare Bedrohung des eigenen Wohnkomforts empfunden wird“, so Czirny. Sobald es Pläne gebe, werde auch wieder eine Informationsveranstaltung für die gesamte Pfarrgemeinde organisiert, zu der natürlich auch die Anrainer eingeladen sind. „Unsere Türe steht offen“, bekräftigt Czirny gegenüber der NÖN.