St. Pölten rüstet sich für Massentests. Am zweiten Dezember-Wochenende wird in St. Pölten an vier Stationen getestet. Freiwillig und kostenlos mit Anmeldung.

Von Martin Gruber-Dorninger. Erstellt am 02. Dezember 2020 (03:50)
APA/Roland Schlager

Zwölf Tage vor Weihnachten beginnen in St. Pölten die freiwilligen Antigen-Massentestungen. Zeit genug, trotz positiven Ergebnisses noch rechtzeitig zu genesen und sich in die Weihnachtsfeiertage zu begeben. Wer sich jedoch auf eigene Faust testen lassen will, muss in St. Pölten Ärzte aufsuchen, die Antigentests anbieten. Die Apotheken der Stadt machen bei den Tests nicht mit.

„Derzeit laufen die Planungen auf Hochtouren“, erklärt Bürgermeister Matthias Stadler. Am zweiten Dezember-Wochenende wird an vier Standorten ein kostenloser Antigentest angeboten. Auf das COVID-Virus testen lassen können sich alle St. Pöltner ab sechs Jahren mit Haupt- oder Nebenwohnsitz in der Landeshauptstadt. Minderjährige müssen von einem Elternteil begleitet werden. Standorte sind das VAZ, der Saal der Begegnung beim Bahnhof, im Kulturhaus Wagram sowie in der Fachhochschule.

Um Massenanstürme auf die Teststationen zu vermeiden, ist eine Registrierung vorgesehen. Ab Montag, 7. Dezember, ist diese möglich unter: www.testung.at (mehr auf den Seiten (36/37). Standort und Uhrzeit werden dann zugewiesen. Personen, die sich bereits krank fühlen oder Symptome haben, werden von der Gesundheitsbehörde gebeten, nicht an der Massentestung teilzunehmen, sondern sich direkt mit „1450“ in Verbindung zu setzen. Genaue Erläuterungen will die Stadt noch per Post an die St. Pöltner Haushalte schicken. „Wir kalkulieren damit, dass sich jeder zweite St. Pöltner testen lassen will. Ob es tatsächlich so viele sind, wird man sehen“, erklärt ein Sprecher von Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig.

Keine Antigen-Tests bei St. Pöltens Apotheken

Die Apothekerkammer erstellte eine Liste mit Apotheken, die Antigen-Tests durchführen. St. Pöltner Apotheken sucht man darauf vergeblich. „Ich habe die räumlichen Gegebenheiten nicht und will es daher nicht riskieren“, erklärt Stephan Öhlzelt von der Alten Spora Apotheke. Es würde ein zweiter Eingang benötigt und ein räumlich abtrennbarer Bereich. Der Aufwand wäre den St. Pöltner Apothekern wohl zu groß. Außerdem sei ohnehin der kostenlose Massentest geplant gewesen, weshalb sich viele dagegen entschieden haben, einen eigenen Antigentest anzubieten.

Angespannt bleibt derweil die Situation im Universitätsklinikum St. Pölten. Seit vergangenem Donnerstag werden dort täglich freiwillige Einzeltestungen für die Mitarbeiter angeboten. Um die internen Labore der NÖ Landesgesundheitsagentur zu entlasten, wurde eine Kooperation mit einem der größten auf SARS-CoV-2-Analysen spezialisierten Labors in Österreich abgeschlossen.

Montagabend war bei insgesamt 589 St. Pöltnern eine COVID-Infektion nachgewiesen.

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