Gäste-Plus in Sauna, Preis-Ärger im Bad. Neuer Wellness-Bereich sorgt für deutlich mehr Besucher und Einnahmen, Hallenbad-Tarife für etwas Unzufriedenheit.

Von Thomas Werth. Erstellt am 17. Januar 2019 (03:35)
Vorlaufer
Die Außensauna wird besonders gerne genutzt und ist ein Grund, warum es ein Gäste-Plus im Wellness-Bereich der Aquacity gibt.

Die Investition in den Saunabereich der Aquacity hat sich offensichtlich ausgezahlt. In den eineinhalb Monaten seit der Eröffnung der Sauna city kamen um 25 Prozent mehr Besucher als im selben Zeitraum des Vorjahres. Die Einnahmen stiegen laut Bäderchef Martin Fuchs um 35 Prozent. Die Zahl der verkauften Minutenkarten verdoppelte sich fast. „Alle Bereiche werden ausgesprochen gut angenommen, besonders die Außensauna, die
Infrarotkabine und das Dampfbad“, freut sich Martin Fuchs.

Während die gestiegenen Eintrittspreise in der Saunacity nach der Modernisierung bislang kein Thema zu sein scheinen, sorgt die neue Tarifordnung im Hallenbad nicht nur für zufriedene Gemüter. Denn vor allem kurze Bade-Einheiten sind teurer geworden, so die Kritik einiger Badegäste. Der alte Zwei-Stunden-Tarif war beispielsweise zehn Cent günstiger als der neue Eineinhalb-Stunden-Tarif um 4,20 Euro. Wer früher das Vier-Stunden-Ticket um 7,20 Euro kaufte, muss jetzt gleich den Tageshöchsttarif von 8,50 Euro bezahlen, um gleich lange bleiben zu können. Oder er reduziert auf den Drei-Stunden-Tarif um 6,20 Euro.

„Drei-Stunden-Tarif war ein großer Wunsch“

Gerade den Drei-Stunden-Tarif bezeichnet Fuchs als einen der großen Vorteile des neuen Tarifsystems: „In den letzten Jahren wurde permanent das Fehlen eines Drei-Stunden-Tarifes kritisiert. Dieser wurde jetzt auf Wunsch der Badegäste eingeführt.“ Zudem belegt laut Fuchs die Aufenthaltsstatistik der letzten Jahre „eindeutig, dass die Badegäste, die eine Vier-Stunden-Karte gekauft hatten, nach drei Stunden das Bad verlassen haben“.

Fuchs weist auch darauf hin, dass die Tagestarife seit der Eröffnung im Jahr 2005 gesunken seien: „Erwachsene zahlen um 1,40 Euro weniger als vor 14 Jahren, Pensionisten sogar um 1,80 Euro weniger.“ Bei Familien seien die Preise der Tageskarten ebenfalls gesunken. „Außerdem kann unsere neue Tarifordnung jederzeit verglichen werden, etwa mit Krems“, so Fuchs. Im mit St. Pölten vergleichbaren Tarifsystem sind die Stunden- und Tageskarten geringfügig teurer, die Jahreskarten sogar um 60 Euro.

Unabhängig davon sorgte eine Sperre des Hallenbads Freitagvormittag für einige verärgerte Gäste. Grund dafür war laut Stadtsprecher Martin Koutny eine bäderhygienische Begehung, bei der die Wasserqualität überprüft und dafür das Wasser schwarz eingefärbt wurde. Über die Sperre sei aber rechtzeitig im Hallenbad informiert worden.