St. Pöltner Traditionsbetrieb Egger baut auf den Sommer. Vertriebs-Pläne liegen auf Eis. Hoffnung auf Erholung der Gastro-Umsätze.

Von Martin Gruber-Dorninger. Erstellt am 22. Mai 2020 (06:13)
Wenige Tage vor den Corona-Maßnahmen eröffnete Geschäftsführer Frank van der Heijden noch mit Bürgermeister Matthias Stadler, Landesrat Jochen Danninger, Eigentümervertreterin Kathrin Golger und Geschäftsführer Martin Forster (v. r.) die neue Glasfüllanlage bei Egger Getränke.
Josef Vorlaufer

Wenige Tage vor dem Lockdown eröffnete Egger Getränke in Unterradlberg die neue Glasfüllanlage, wir hatten berichtet:

Ein neues Kapitel in der Erfolgsgeschichte des Unternehmens hätte aufgeschlagen werden sollen. Das Coronavirus machte dem Vorhaben vorerst einen Strich durch die Rechnung. Der Getränkehersteller hofft nun auf durstige Kundschaft vor allem im Sommer.

„Konsumenten sprechen gut auf neue Verpackung an“

„Es ist noch zu früh für eine Beurteilung, wie sich die kommenden Monate bei Egger Getränke entwickeln werden“, zeigt sich Geschäftsführer Frank van der Heijden vorsichtig.

Ein Gutteil der für 2020 geplanten Vertriebsmaßnahmen hätten im Frühling ihren Start gehabt. Unter anderem waren Neuerungen im Gastronomie-Vertrieb geplant. Aufgrund der aktuellen Situation seien allerdings die Pläne auf einen späteren Zeitpunkt verschoben worden.

Radlberger Limö, Granny’s Apfelsaft und das neue Teegetränk „Unkraut“ werden seit Anfang März in neu designte Glasflaschen gefüllt. „Die Konsumenten sprechen extrem gut auf die neue Verpackung an“, zieht van der Heijden diesbezüglich ein positives Resümee.

Hoffnung auf Durst auf Heimisches

Positiv könnte sich noch der kommende Sommer für Egger Getränke entwickeln als Hoch-Zeit für Erfrischungsgetränke und Bierkonsum. Das hängt aber auch von den Regelungen für Veranstaltungen und Gastronomie ab.

Abzuwarten bleibe auch, wie schnell sich die Gastronomie-Umsätze erholen, meint van der Heijden. Er hofft, dass der neue Lebensmittel-Patriotismus Schule macht: „Wir wünschen uns, dass möglichst viele Konsumenten dem Appell des Bundeskanzlers folgen, bevorzugt heimische Produkte zu konsumieren und ins Wirtshaus zu gehen.“