Süchtiger stahl im St. Pöltner Krankenhaus

Erstellt am 30. November 2016 | 06:10
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Bewährte Zusammenarbeit: Margarete Karner vom Pflegepersonal, Thomas Spitzer von der Betriebsfeuerwehr, Polizistin Claudia Haag und Vize-Stadtpolizeikommandant Thomas Heinreichsberger
Foto: NOEN, Lisa Röhrer
35-Jähriger schlich sich ins Universitätsklinikum und entwendete Medikamente. Dank guter Sicherheitsvorkehrungen und Polizeiarbeit wurde der Junkie rasch gefasst.

Um endlich wieder „high“ zu werden, scheute ein drogensüchtiger St. Pöltner vor kriminellen Handlungen nicht zurück. Und so glaubte der Abhängige, im Universitätsklinikum St. Pölten die geeignete Fundgrube entdeckt zu haben. „Er schlich sich ins Gebäude und entwendete Narkose- und Schlafmittel sowie andere Medikamente“, bestätigt Vize-Stadtpolizeikommandant Thomas Heinreichsberger.

Doch woran der 35-Jährige nicht dachte, waren die Sicherheitsvorkehrungen des Spitals. „Um allen ein größtmögliches Maß an Sicherheit gewährleisten zu können, steht rund um die Uhr ein Team der Betriebsfeuerwehr bereit. Diese ist ermächtigt, das Hausrecht des Universitätsklinikums umzusetzen und Hausverbote auszusprechen. Sollte es nötig sein, wird die Polizei verständigt“, bestätigt Klinikumssprecher Thomas Wallner.

Videoüberwachung hat sich bestens bewährt

Der Einschleichdieb konnte daher rasch überführt werden. Bei einer Hausdurchsuchung wurde bei dem Mann noch Cannabiskraut sichergestellt, das er zur Produktion von Cannabis-Cookies verwenden wollte. Wallner: „Hier hat die Zusammenarbeit der Betriebsfeuerwehr und der Polizei wie immer hervorragend funktioniert.“ Doch nicht nur der Mensch, auch die Technik trägt zur Sicherheit bei: „Unsere Videoüberwachung hat sich bestens bewährt und schon öfters zur Aufklärung von Diebstählen und Vandalenakten beigetragen.“

Patienten und Besucher müssen sich wegen der Überwachung aber keine Sorgen machen: „Die Anlage wurde von der Datenschutzbehörde genehmigt. Ein Abspielen der Daten ist nur möglich, wenn ein strafrechtliches Delikt vorliegt.“