Haus für Natur: St. Pöltens unbeachtete Stadtbewohner

Das Haus für Natur lädt zur Schau „Wildnis Stadt“ und erkundet Fauna und Flora in der Landeshauptstadt.

Ondrej Svatos Erstellt am 13. Oktober 2021 | 04:04
Ausstellung - Haus für Natur: St. Pöltens unbeachtete Stadtbewohner
Der „Wildnis Stadt“-Kurator Ronald Lintner (l.) führte NÖ-Landtagsabgeordneten Martin Michalitsch (2. v. l.), Stadträtin Gabriele Vavra und Gemeinderat Bernhard Wiehalm (r.) sowie andere Besucher durch die Ausstellung. Foto: Florian Müller
Foto: Florian Müller

Wer denkt, dass das tierische Leben in der Landeshauptstadt sich auf die Nachteulen vor den Lokalen beschränkt, liegt falsch. Überzeugen kann man sich davon im Rahmen der Ausstellung „Wildnis Stadt“ im Haus für Natur.

Selbst am Friedhof geht's lebendig zu

Die Exposition zeigt den Besuchern, wie in der Stadt selbst der kleinste Raum zum Lebensraum wird. Ritzen und Spalten treiben oft beachtenswerte Blüten. Keller werden für Erdkröte und Feuersalamander zur Alternative für Höhlen, genauso wie der Dachboden für Siebenschläfer.

Im Hauptraum der Ausstellung begeben sich die Besucher an verschiedene Orte in St. Pölten, wo es von der Fauna und Flora nur wimmelt. Im Wald sieht man Wildschwein oder Baummarder. Selbst am Friedhof geht es mit Reh und Feldhase lebendiger zu als angenommen. Im Park fühlen sich Fuchs und Saatkrähe wie zu Hause. Und auch am Viehofner See oder an der Traisen sind zahlreiche Pflanzen- sowie Tierarten beheimatet.

Das harmonische Zusammenleben

Die Ausstellung bringt den Besuchern auch bei, wie man Tiere und Pflanzen in der Stadt unterstützen und schützen kann. Die Besucher erfahren, wie sie Vögel vor Glaskollisionen schützen können oder was zu tun ist, wenn Kröten wandern.

Der Expositionsteil „Wildnis bei Nacht“ widmet sich der Frage, was passiert, nachdem sich Fuchs und Hase gute Nacht gesagt haben. Zu sehen sind in dem Raum nächtliche Tieraufnahmen, Stimmenrätsel, aber auch ein überlebensgroßes Glühwürmchen.

Die Ausstellung beginnt übrigens bereits vor dem Museumsgebäude. Hier gibt es einen Zebrastreifen, auf dem man sich mittels QR-Codes mit virtuellen Wildtieren fotografieren kann. Zudem ist im Museumsgarten ein Informationspfad eingerichtet, der sich mit Themen wie Lichtverschmutzung oder Nützlingshotels beschäftigt.