Böheimkirchens Altes Stöckl wird neu

Erstellt am 05. August 2022 | 05:41
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Bürgermeister Johann Hell sieht Licht am Ende des Tunnels für das Alte Stöckl.
Foto: Michael Fusko
Studie bringt Bewegung in die Zukunft eines der ältesten Gebäude im Ort.

Nicht nur der Anstrich der maroden Fassade soll Schwung in die Nutzung des Alten Stöckls bringen. Der Gemeinderat wird sich mit einer Bedarfserhebung auf Grundlage einer Studie von Architekt Günther Hintermeier befassen. Darin werden eine Sanierung, Abbruch und Neubau oder eine Kombination aus Sanierung und Abbruch vorgestellt.

„Mir ist wichtig, dass sich der Bau harmonisch an den Kirchenberg anschmiegt und der Blick auf unsere Kirche nicht verbaut wird.“

„Die Studie hilft uns zu entscheiden, was mit welchem Aufwand mittel- bis langfristig passieren kann. Wir müssen uns klar werden, was wir haben wollen. Das wird Grundlage sein für eine Ausschreibung zu einem Architektenwettbewerb über die endgültige Gestaltung des Areals“, betont Bürgermeister Johann Hell (SPÖ).

Wesentlicher Bestandteil der Studie ist eine Untersuchung von Architekt Johannes Baar-Baarenfels zur optimalen Anordnung des Baus. Hell bekräftigt, dass es sich bei der etwa in der Gemeindezeitung vorgestellten Visualisierung nicht um die endgültige Form handelt.

„Wir wollen zeigen, wie die optimale Aufteilung des Baukörpers ausschauen könnte. Mir ist wichtig, dass sich der Bau harmonisch an den Kirchenberg anschmiegt und der Blick auf unsere Kirche nicht verbaut wird. Ich will kein dominierendes Gebäude im Zentrum“, versichert Hell.

ÖVP forciert Gastronomie-Betrieb

Für Karl Herzberger (ÖVP) eignet sich das Alte Stöckl perfekt für Gastronomie. Er ortet große Zustimmung in der Bevölkerung für eine Location für Geburtstagsfeiern, Hochzeiten und Begräbnisse.

„Die Liegenschaft soll in Gemeindeeigentum bleiben und durch gezielte Investitionen den Belebungseffekt auslösen, den wir für das Zentrum brauchen. Wenn im Park Veranstaltungsinfrastruktur entsteht, brauchen wir die gastronomische Power“, so der geschäftsführende Gemeinderat.

Die Schätzungen für die Baukosten allein belaufen sich auf bis zu drei Millionen Euro. Für Herzberger ist eine Gastro im Stöckl machbar, wenn das Projekt mit Raten finanziert wird. „Ein langfristig genutztes Objekt ist auch langfristig finanzierbar. Die Malerarbeiten sind reine Oberflächenbehandlung“, meint Herzberger.