Bezirk rüstet sich für Hochwasser-Einsatz. 20 Feuerwehren stehen zurzeit im gesamten Bezirk St. Pölten im Einsatz. Während in der Landeshauptstadt Schutzmaßnahmen getroffen werden, wurde im Pielachtal bereits die B39 gesperrt.

Von Mario Kern, Daniel Lohninger und Markus Glück. Erstellt am 16. Mai 2014 (09:56)
NOEN, Paul Sieberer
Entlang der Traisen werden aktuell im St. Pöltner Stadtgebiet Hochwasserschutzmaßnahmen getroffen. „Wir schlichten Sandsäcke auf, setzen den mobilen Hochwasserschutz ein und errichten Straßensperren“, erklärt Helmut Czech, Stabschef des Bezirksführungsstabes. In Ochsenburg etwa ist die Traisen bereits über die Ufer getreten. „Bislang hält sich die Situation im Traisental in Grenzen, aufgrund der Prognosen bereiten wir uns aber auf Hochwasser-Einsätze vor.“



In St. Pölten wurde um kurz vor 9 Uhr aufgrund aktueller Wetterprognosen der behördliche Krisenstab einberufen. Die Nebengerinne der Traisen stellen noch keine Gefahr dar, Siedlungen sind bislang ausreichend durch Sekundärdämme geschützt.

Die Feuerwehr Viehofen ist ausgerückt um Auspumparbeiten in der Neuen Mittelschule Viehofen durchzuführen. Die Arbeiten wurden mittlerweile abgeschlossen, der Schulbetrieb wird ungehindert fortgesetzt.

Hochwasse im Pielachtal

Im Pielachtal wurde aufgrund anhaltender Regengüsse seit den Nachtstunden die B39 gesperrt, einige Schulen mussten geschlossen werden. In einigen Gemeinden ist die Pielach bereits einen halben Meter über die Ufer getreten. Alle Feuerwehren des Dirndltales sind derzeit im Einsatz. Abschnittsfeuerwehrkommandant Andreas Ganaus befürchtet aktuell ein 100-jähriges Hochwasser. In Schwarzenbach werden zurzeit ältere Personen mit Nahrungsmitteln versorgt, der Höhepunkt der Regengüsse wird für Samstagabend erwartet.