Am ersten Tag zurück im Wirtshaus. Die NÖN schaute sich beim Gasthaus Bertl in Gerersdorf und dem Gasthof zur Post in Prinzersdorf genau um.

Von Ferdinand Bertl. Erstellt am 18. Mai 2020 (18:22)
Gastwirt Erwin Bertl und Service-Mitarbeiterin Angelika Bauer begrüßen die Stammgäste am Öffnungs-Tag im Gastgarten. Auf die Abstandsregeln und auf Desinfektion wurde genau geachtet.
Ferdinand Bertl

Am Sonntag sperrte das Gastaus Bertl in Gerersdorf wieder auf. Die Sonne strahlte vom Himmel und so stand den Besuchern bei der Premiere nach Corona auch der Gastgarten zur Verfügung.

Die Tische waren den Regeln entsprechend angeordnet, den Barbetrieb an der Schank gab es nicht. Dafür stand Desinfektionsmittel bereit. Das Personal wurde mit Schutzmasken ausgestattet und säuberte nach jedem Gast sorgfältig den Tisch. Auch die Speisekarten wurden angepasst, um sie sofort wieder desinfizieren zu können. Gleich den ersten Öffnungstag nutzte die wöchentliche Sonntags-Schnapserrunde für die ersten Pummerl nach Corona. Auch für sie galten neue Regeln. Maximal vier Personen und es musste mit eigenen Karten „gedübelt“ werden.

„Der Besuch beim Frühschoppen war am ersten Betriebstag etwas mäßiger als sonst“, erklärt Erwin Bertl. Nicht zuletzt aufgrund des eingeschränkten Kirchenbesuchs war der Andrang noch nicht ganz so groß, wie gewohnt. Der Gastwirt blickt aber zuversichtlich in die Zukunft. Die traditionellen Salatwochen im Juli sollen jedenfalls stattfinden. Dann auch mit verstärktem Abhol-Service. „Das wurde während der Sperre sehr gut angenommen“, so der Gastwirt.

Davon berichtet auch Michael Wegl vom Gasthof zur Post in Prinzersdorf. Das Abhol-Angebot werde er weiterhin anbieten. Die ersten Öffnungstage seines Lokals hätten sich besser als erwartet gezeigt. Die Stammgäste seien gleich am ersten Tag gekommen. Am Sonntag öffnete Wegl auch seine beliebte „Gösnbar“ am Prinzersdorfer Pielachstrand. Für die Zukunft rechnet Wegl mit einer langsamen Normalisierung. „Ich hoffe, dass dann bald wieder größere Feiern möglich sein werden“, so Wegl.