St. Pölten

Erstellt am 06. Dezember 2018, 14:52

von Mario Kern

Starke Kontrolle: „Manche Böller sind brandgefährlich“. Bezirkspolizeikommandant Gerhard Pichler kündigt mit Bezirkshauptmannschaft mehr Kontrollen von Verkäufern an.

Symbolbild

Weil Wiederverkäufern wie Baumärkten und Einzelhändlern immer wieder Raketen und Böller mit gefälschten Kennzeichnungen untergejubelt werden, führt die Bezirkshauptmannschaft mit der Polizei im Dezember an mehreren Tagen stichprobenartige Kontrollen durch. „Man muss heuer verstärkt damit rechnen, dass man geprüft wird“, kündigt Bezirkshauptmann Josef Kronister an.

Kunden warnt Kronister, beim Kauf vorsichtig zu sein. Feuerwerkskörper ohne die richtigen Kennzeichnungen zünden nämlich erfahrungsgemäß zu früh oder zu spät, weiß Bezirkspolizeikommandant Gerhard Pichler.

„Da kommen schon schwere Handverletzungen vor. Manche Raketen und Böller sind im wahrsten Sinne des Wortes brandgefährlich.“ Verletzungen mit Todesfolgen seien im Bezirk bisher ausgeblieben, so Pichler. In trauriger Erinnerung bleibe aber nach wie vor der tragische Tod des St. Pöltner Unternehmers Karl Schagerl, der vor vier Jahren in Deutsch-Wagram Opfer eines Spätzünders wurde.

BH und Polizei appellieren an Vernunft

Die Beliebtheit von Raketen und Krachern sei in den letzten Jahren gestiegen, wissen Kronister und Pichler. Für eine Silvesternacht ohne schwere Zwischenfälle appellieren die beiden an die Vernunft der Käufer von Feuerwerkskörpern, gerade weil in den letzten Jahren immer mehr Kracher in Briefkästen und Mülltonnen landeten. „Jeder sollte wissen, dass man sich mit Sachbeschädigungen eine Vorstrafe einhandeln kann. Wer schon etwas kauft, sollte sich an die Bestimmungen halten.“

Grundsätzlich sind selbst Kleinfeuerwerke der Kategorie F2 wie Schweizer und Knallfrösche im Ortsgebiet verboten. Für den Kauf muss man mindestens 16 Jahre alt sein. Der Abschuss von Raketen der Kategorien F3 und F4 ist sowieso nur außerhalb des Ortsgebietes und mit behördlicher Bewilligung sowie Pyrotechniker erlaubt. „Wer sich nicht an das Gesetz hält, riskiert Strafen von bis zu 3.600 Euro“, erläutert Bezirkspolizeikommandant Pichler.