Über 20.000 Anrufe von der BH St. Pölten. Bezirkshauptmannschaft warnte bisher tausende Bürger. Für Termin muss man sich weiter anmelden.

Von Martin Gruber-Dorninger. Erstellt am 30. Juni 2020 (18:02)
Bezirkshauptmann Josef Kronister hatte in den letzten Monaten eine turbulente Zeit.
Archiv/NÖN

Durchaus turbulent seien die letzten Wochen und Monate für die Mitarbeiter der Bezirkshauptmannschaft gewesen, resümiert Bezirkshauptmann Josef Kronister: „Über 20.000 Anrufe wurden von der Bezirkshauptmannschaft während der Coronakrise getätigt.“

Im Zuge des „Contact Tracing“ wurden Bürger darüber informiert, dass sie mit einer positiv auf Covid-19 getesteten Person in Kontakt gekommen sind. Insgesamt wurden bisher 284 Personen im Bezirk positiv getestet, bei 1.603 Personen Quarantäne verordnet und 133 verkehrsbeschränkt (Stand 24. Juni). In Dreierschichten wurden die Personen von insgesamt 75 Mitarbeitern informiert. „Spätabends haben wir aber nicht mehr angerufen. Wir wollten die Leute nicht verunsichern und sie um ihren Schlaf bringen“, erklärt Kronister. Der Schichtbetrieb habe tadellos funktioniert. Einmal jährlich gibt es eine Katastrophenübung, die habe sich in der Coronakrise bezahlt gemacht. „Eine eiserne Struktur ist dabei wichtig. Jeder hat seinen Job zu erledigen“, berichtet Kronister vom Erfolgsrezept, das jederzeit wieder hochgefahren werden könnte.

Vor dem Hochfahren von Veranstaltungen in den Gemeinden warnt der Bezirkshauptmann allerdings. „Man kann nicht alles vorschreiben, die Gemeinden tragen die letzte Verantwortung“, betont Kronister. Wichtig sei nach wie vor, den Hausverstand einzuschalten und die Abstandsregel zu beachten.

Anmeldung vor Termin wird bleiben

Allmählich kehrt auch in der Bezirkshauptmannschaft wieder Normalität ein. Einige Neuerungen, die wegen der Coronakrise eingeführt wurden, haben sich bewährt. So bleibt die Anmeldung für Termine in der BH. Mit der Anmeldung werde die Übersicht bewahrt, erklärt Bezirkshauptmann Josef Kronister. Zu viele Personen sollen sich nach wie vor nicht gleichzeitig in dem alten Gebäude aufhalten. Nicht überall sei es an engen Stellen möglich, die Abstandsregeln einzuhalten, so Kronister.