Fetzige Töne mit Abstand am Ratzersdorfer See. Mit dem Bluesfestival fand das erste größere Konzert nach dem Lockdown in St. Pölten statt. Natürlich unter strengen Sicherheitsauflagen.

Von Martin Gruber-Dorninger. Erstellt am 09. August 2020 (12:24)

Als die Country Blues-Band Max und Veronica die Bühne am Ratzersdorfer See betraten, war der Bann gebrochen. Seit dem Corona-Lockdown konnte erstmals wieder eine größere Musik-Veranstaltung abgehalten werden. Das allerdings unter strengen Sicherheitsvorkehrungen.

Desinfektionsmittel, fixe Sitzplatzzuteilung und Abstand waren geboten. Dennoch stellte sich rasch die gewohnt gute Stimmung beim Bluesfestival ein. Dennoch war es dieses Mal etwas ganz Besonderes, denn sowohl das sehr disziplinierte Publikum, als auch die Künstler waren enorm dankbar. „Die Leute haben sich gefreut, dass wieder etwas los ist, die Künstler dass sie wieder spielen durften“, erklärt Michael Bachel vom Veranstaltungsservice St. Pölten. Der leitet den Dank gleich weiter an seine Mannschaft. „Die haben bei großer Hitze und strengen Auflagen, wirklich das Beste gegeben“, lobt Bachel.

Mit „The Bottles“ und den „Ridin’ Dudes“ kochte die Stimmung dann endgültig über. Es wurde sogar getanzt, wobei darauf geachtet wurde, dass nur Personen aus dem gleichen Haushalt miteinander das Tanzbein schwangen. Den Abschluss bildete die Mojo Blues Band mit Bluesfestival-Erfinder Charlie Furthner.

Nach dem Konzert appellierte Bachel an seine Veranstalter-Kollegen wieder mehr Mut zu zeigen: „Wir haben ein positives Zeichen gesetzt und hoffen, dass den Künstlern bald wieder mehr Chancen geboten werden, aufzutreten. Outdoor selbstverständlich.“