Vandalen zerstörten Pinocchios Nase. Holzfigur wurde offenbar Opfer von Vandalismus. Statue war runderneuert und gut beleuchtet. 

Von Bernhard Herzberger. Erstellt am 02. Dezember 2019 (19:45)
Josef Pirkl ärgert sich über die Zerstörungswut. 
privat

 Josef Pirkl ist erbost. Vandalen haben in der Nacht auf 26. November von der Pinocchio-Statue vor seinem Betriebsgebäude die Nase abgebrochen. Dabei hat er die fast zwei Meter hohe Figur erst im Frühjahr generalüberholt.  „Die Täter müssen schon mit großer Gewalt vorgegangen sein, etwa mit einem Prügel oder einer Stange“, meint er. Das darüberliegende Vordach aus Glas wurde ebenfalls beschädigt. „Das geht sich nur aus, wenn jemand mit einem langen Gegenstand weit ausholt“, mutmaßt der Firmenchef.   

„Der frisch lackierte Geselle war wohl Angriffsziel von ein paar übermütigen Leuten“, meint der Tischlerei-Inhaber und hofft, dass die Aktion nicht ihm persönlich gegolten habe.

Er schätzt den Schaden auf rund 1.600 Euro und hat den Fall zur Anzeige gebracht. Denn für ihn als Tischler ist der Pinocchio so etwas wie ein Maskottchen oder Wahrzeichen. „Ein guter Mitarbeiter hat ihn relativ aufwendig konisch gedrechselt“, erzählt Pirkl. Für die vorbeigehenden Kinder auf dem Schulweg oder bei Klassen-Ausflügen sei er immer eine Attraktion.

Kontrollinspektor Dienststellenleiter Reinhold Leonhartsberger bestätigt, dass die Polizei Ermittlungen gegen unbekannte Täter aufgenommen hat. Man verfüge aber über keine Spur. Fälle von Vandalismus habe es zuletzt an den öffentlichen WC-Anlagen bei der Volksschule gegeben. Ein Zusammenhang könne da aber nicht hergestellt werden.

Pirkl überlegt nun, zusätzlich zur Beleuchtung eine Überwachungskamera zu installieren. Im öffentlichen Bereich wird bereits an mehreren Stellen in Böheimkirchen videoüberwacht, so etwa im Foyer des Rathauses oder im Entladebereich des Altstoffsammelzentrums.