Ärger über Automaten: „Wir wollen kein Las Wümschburg“. Wilhelmsburgerin ärgert sich, dass Suchtverhalten zur Schau gestellt wird und wünscht sich Maßnahmen.

Von Birgit Kindler. Erstellt am 17. Juli 2019 (03:24)
Symbolbild

Seit über einem Jahr gibt es ein Lokal mit Spiel-Automaten in der Citybox. Schon vor dem Aufstellen sorgten die Automaten für Wirbel, ein besonderer Dorn im Auge waren sie damals dem Wilhelmsburger Samir Kesetovic Klub-Obmann der Grünen Gewerkschafter NÖ. Er sprach sich damals für eine Erweiterung der Schutzzonen aus.

Die Automaten sind nach wie vor großes Thema in der Stadt. Ein Dorn im Auge sind sie auch Alexandra Wanko. „Meiner Meinung nach sollten Einkaufszentren als ‚geschützte Umgebung‘ anerkannt werden und auf keinen Fall Spielautomaten oder Wettbüros beinhalten. Zum Schutz für Jugendliche, Spielsüchtige, Liebhaber des ach so schnellen Geldes“, schreibt die Wilhelmsburgerin an die NÖN.

Ein unangenehmer Nebeneffekt solcher Lokalitäten – wie auch jener in der Citybox – sei, dass die Raucher vor den Einrichtungen stehen und Gehsteige und Umgebung mit Zigarettenstummeln verunreinigen würden.

Bürgermeister würde Automaten verbieten

„Es gehen auch kleine Kinder und Jugendliche mit den Eltern einkaufen. Man muss ein solches ‚Suchtverhalten‘ nicht unbedingt auch noch auf dem Präsentierteller zur Schau stellen“, ist Wanko verärgert. Die Wilhelmsburgerin schlägt vor, Glücksspiel-Automaten generell aus den Gemeinden zu verbannen, wie bei Bordellen.

„Ich denke, dass die Gemeinde sehr wohl etwas machen kann. Bitte, Herr Ameisbichler, helfen Sie uns unsere Stadt sauber und liebenswert zu halten. Wir wollen kein ,Las Wümschburg’ werden“, richtet Wanko ihren Appell direkt an den Bürgermeister.

Gegen die Spielautomaten spricht sich auch Rudolf Ameisbichler aus: „Wenn ich die Möglichkeit hätte, würde ich die Automaten verbieten.“ Allerdings sei der gesetzliche Hintergrund gegeben, das Land fungiere hier als Gesetzgeber. „Auch gegen die Zigarettenstummeln kann die Gemeinde nichts machen“, erklärt der Bürgermeister.