Domplatz: 70 Parkplätze bleiben. Das Geheimnis um den Domplatz ist gelüftet: 70 Parkplätze sollen nach der Neugestaltung übrigbleiben. Das sind um 80 weniger als derzeit. Das verkündete Baudirektor Kurt Rameis auf Anfrage von Grün-Gemeinderätin Nicole Buschenreiter in der Gemeinderatssitzung heute Abend.

Von Daniel Lohninger. Erstellt am 28. April 2014 (18:20)
Parken am Domplatz wird auch in Zukunft möglich sein.
NOEN, Jutta Streimelweger
„Der Beschluss, so viele Parkplätze wie möglich zu erhalten, gilt. Wir haben uns folglich bei der Planung daran gehalten“, hielt SPÖ-Bürgermeister Matthias Stadler fest. Die offizielle Präsentation der Domplatz-Pläne werde in absehbarer Zeit erfolgen.

Die Grundlagen der künftigen Platzgestaltung, in der die Umrisse der mittelalterlichen Kirche sowie das Palais Wellenstein, das derzeit komplett saniert wird, mit neuer Terrasse künftig eine wesentliche Rolle spielen werden, stellte die NÖN bereits vor.

Grüne: „Das ist ein schlechter Scherz"

Die politischen Reaktionen? Die Grünen ärgern sich, dass das Auto in der St. Pöltner Stadtpolitik nach wie vor eine derart große Rolle spielt – und das, obwohl die Stadt Feinstaubsanierungsgebiet sei und folglich mehr in den Öffentlichen Verkehr investieren sollte. „70 Parkplätze sind ein schlechter Scherz, Behinderten-Parkplätze hätten völlig ausgereicht“, so Buschenreiter. Die Stadt vergebe eine große Entwicklungs-Chance – in vielen anderen Städten habe man das Potenzial autofreier Plätze bereits erkannt. In St. Pölten nicht - da sei man scheinbar gegen mehr Lebensraum in der Innenstadt.

ÖVP fordert mindestens 100 Parkplätze

Unzufrieden ist auch die ÖVP. Vizebürgermeister Matthias Adl: „Wenn von 70 Stellplätzen die Rede ist, sind das immerhin um die Hälfte weniger als bisher. Wir gehen davon aus, dass in den endgültigen Planungen mindestens 100 Plätze erhalten werden, was im Sinne der Innenstadt-Wirtschaft ist."

Für die VP St. Pölten habe das Bekenntnis zu einem multifunktionalen Platz im Sinne eines Marktplatzes, Parkplatzes und Platzes für kirchliche und weltliche Veranstaltungen weiterhin Gültigkeit.

Mehr über die Domplatz-Debatte und die Gemeinderats-Sitzung in der nächsten Printausgabe der St. Pöltner NÖN.