„Echter Wiener“ beim Dreh

Erstellt am 20. Juni 2011 | 00:00
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stp25FilmMerkatzPröll
Foto: NOEN
IN AKTION / Riemerplatz, Café Central und Regierungsviertel werden zeitweise abgesperrt, mittendrin Karl Merkatz, der für seinen neuen Film vor der Kamera steht.

VON CARINA NITSCHE

ST. PÖLTEN / „Ja sind Sie nicht der Herr Merkatz?,“ mit einem Lachen kommt Landeshauptmann Erwin Pröll auf den Schauspieler und seinen langjährigen Bekannten Karl Merkatz zu, der gerade mit der Crew von NGF-Films unter der Regie von Sabine Hiebler und Gerhard Ertl den Film „Anfang Achtzig“ in St. Pölten dreht. Am Set im Regierungsviertel herrscht reges Treiben, als sich Karl Merkatz für ein paar Minuten in den Schatten setzt und meint: „Ich habe einen besonderen Bezug zu St. Pölten wegen meines alten Bekannten Erwin. Wir kennen uns schon lange, darum auch der Besuch.“

Die Visite des Landeshauptmanns erfolgt aber nicht nur aufgrund seiner Verbundenheit zu Merkatz, sondern auch wegen der Freude, St. Pölten als Filmkulisse zu erleben.

Der Film, der Ende 2011, Anfang 2012 in die Kinos kommen soll, erzählt die Geschichte eines Neubeginns, einer Romanze die gegen alle Widerstände ankämpft. Bruno und die krebskranke Rosa, beide achtzig, begegnen und verlieben sich. Ihre beiden Leben gewinnen dadurch wieder ein bisschen an Perspektive, wobei Bruno schließlich beschließt, seine Frau zu verlassen und Rosa aus dem Altenheim zu entführen, um mit ihr das letzte bisschen Zeit zu verbringen, das ihnen noch bleibt.

Neben Karl Merkatz und Christine Ostermayer stehen auch Erni Mangold und Branko Samarovski vor der Kamera und komplettieren die prominente Besetzung.

„Ich bin sehr glücklich mit  St. Pölten als Filmkulisse“

Bei der Frage, was er an dem Drehort besonders gut findet, führt Merkatz aus: „ Ich bin sehr glücklich mit diesem Drehort. Ich mag St. Pölten als Stadt. Ich durfte ja den Drehort mit aussuchen und ich meinte, dass es auch mal schön wäre, mal nicht in Wien zu drehen, weil in Wien wird eh immer alles gedreht. St. Pölten oder Wiener Neustadt standen auf meiner Liste ganz oben und dann ist die Wahl auf St. Pölten gefallen und ich finde das echt super. Die Innenstadt ist sehr intim mit den kleinen barocken Häusern und ist wirklich sehr schön. Außerdem findet man hier alles, was man braucht, von schönen Parks über einen See bis hin zu einem Regierungsviertel ist alles vorhanden. Es ist einfach auch mal was Neues, in St. Pölten zu drehen. Es muss nicht immer Wien sein. So ist es eben ein Ort vor Wien, der auch genug zu bieten hat.“

„Bild der Region soll  bekannt werden“

Landeshauptmann Pröll zeigt sich auch besonders stolz über den Besuch des Filmteams und darüber, dass St. Pölten als Filmset ausgewählt wurde: „Es ist nicht nur ein großes Kompliment für St. Pölten, sondern auch für Niederösterreich. Man versucht seit Jahren das Bundesland als Filmkulisse schmackhaft zu machen und das gelingt uns nun nach und nach. Indem hier das Bild der Region über die Grenzen hinaus propagiert wird, gibt uns das auch große Hoffnung, was touristische Impressionen betrifft. Karl Merkatz und Christine Ostermayer gelingt dies sicherlich mit sehr viel Charme, da bin ich mir sicher .“