NÖN-Umfrage: Stadler vor klarem Sieg in St. Pölten. 46.621 St. Pöltnerinnen und St. Pöltner werden am 24. Jänner einen neuen Gemeinderat wählen. Eine Exklusiv-Umfrage des Institutes Public Opinion Strategies im Auftrag der NÖN zeigt nun: Die absolute Mehrheit der SPÖ ist nicht in Gefahr. Großer Gewinner am Wahltag könnten aber die Grünen werden. Der FPÖ droht hingegen eine weitere Niederlage.

Von Daniel Lohninger. Update am 12. Januar 2021 (15:45)
Symbolbild
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Peter Hajek erhob mit seinem Institut Public Opinion Strategies von 4. bis 8. Jänner im Auftrag der NÖN die Stimmungslage. Telefonisch efragt wurden in der repräsentativen Studie insgesamt 500 wahlberechtigte St. Pöltnerinnen und St. Pöltner.

Die wesentlichen Erkenntnisse der NÖN-Exklusiv-Umfrage im Überblick: 

Viele Gewinner, ein Verlierer

Die SPÖ liegt stabil rund um ihr Wahlergebnis 2016, bleibt damit die klare Nummer 1 und muss auch – selbst unter Einbeziehung der statistischen Schwankungsbreite – nicht um ihre absolute Mehrheit zittern. Auch Platz zwei ist klar vergeben: Mit 21 Prozent würde die ÖVP etwas besser als 2016 liegen.

Ein Vorteil für die ÖVP: Ihre Wähler sind besonders gut mobilisiert. Klarer Wahlsieger dürften in St. Pölten aber die Grünen werden: Sie liegen bei 7 Prozent – könnten sich damit sogar Hoffnungen auf drei Mandate machen. Und auch die NEOS haben gute Chancen auf den Einzug in den Gemeinderat. Die Chancen für die KPÖ – die erstmals seit 20 Jahren antritt – sind hingegen nicht gut. „Ihr Hauptproblem ist die mächtige SPÖ“, analysiert Hajek. Schlecht sieht es für die FPÖ aus: Sie dürfte am Wahlsonntag als einziger Wahlverlierer dastehen.

Quelle: Peter Hajek; NÖN-Grafik: Gastegger

Hauptgrund für die starke Dominanz der SPÖ in der Landeshauptstadt ist der Bürgermeister. 60 Prozent der St. Pöltnerinnen und St. Pöltner würde Matthias Stadler direkt in sein Amt wählen. Abgeschlagen dahinter liegt Vizebürgermeister Matthias Adl (ÖVP), dem nur 9 Prozent direkt ihre Stimme geben würden.

„Matthias Stadler strahlt weit in die anderen Wählerschichten hinein. Zudem sind die SPÖ-Wähler gut mobilisiert“, analysiert Hajek. Ein Vorteil im Wahlkampf-Finale könnte auch sein, dass die SPÖ unter den noch Unentschlossenen von allen Parteien die größten Sympathiewerte hat. Das einzige Risiko für Stadler und seine SPÖ ist die Wahlbeteiligung. Obwohl 71 Prozent sagen, dass sie „ganz sicher“ wählen gehen werden, könnte der Lockdown dazu führen, dass vor allem ältere Wählerinnen und Wähler zu Hause bleiben. 

67 Prozent mit der Entwicklung der Stadt sehr zufrieden oder zufrieden

Ein Vorteil für die SPÖ ist im Wahlkampf-Finale auch, dass die Stimmung in der Stadt - Corona zum Trotz - sehr gut ist. Denn die St. Pöltnerinnen und St. Pöltner sind mit der Entwicklung ihrer Stadt überdurchschnittlich zufrieden. 67 Prozent sagen, dass sich die Stadt in die richtige Richtung entwickelt, nur 24 Prozent sind anderer Meinung.

Diese positive Grundstimmung zieht sich durch alle Parteipräferenzen. Hajek betont: „Selbst die Wählerinnen und Wähler von ÖVP und FPÖ sind von der positiven Entwicklung der Stadt überzeugt.“ Diese Zufriedenheit zeigt sich auch darin, dass „heiße“ Themen im Wahlkampf fehlen. Zumindest bislang.

Welche Themen die St. Pöltnerinnen und St. Pöltner beschäftigen sowie die Umfrage-Daten im Detail findet ihr in der Printausgabe der NÖN (ab Mittwoch) sowie im E-Paper (ab Dienstag-Abend).

Umfrage beendet

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