St. Pölten

Erstellt am 17. September 2018, 14:23

von Redaktion noen.at

Hauptstadtbauern produzieren St. Pöltner-Reis. Wenn in China ein Sack Reis umfällt, dann interessiert das niemanden. Fällt allerdings ein Reissack in St. Pölten um, ist das durchaus interessant: Vor allem, wenn der Reis im Stadtgebiet der NÖ Landesmetropole angebaut wurde.

Georg und Jakob Winter von den Hauptstadtbauern prüfen mit Bürgermeister Mag. Matthias Stadler, ob der erste St. Pöltner-Reis reif für die Ernte ist. Foto: Josef Vorlaufer  |  Josef Vorlaufer

Die Hauptstadtbauern wagten sich heuer im Frühjahr an ein besonderes Experiment: Auf mehreren Feldern im Stadtgebiet der Landesmetropole bauten sie großflächig Reis an. Allerdings macht das Anbauverfahren den St. Pöltner-Reis einzigartig. Er wird nicht so, wie man es aus dem Fernsehen oder von Fernreisen kennt, in überfluteten Feldern als Nassreis angebaut, sondern als Trockenreis.

Ernte beginnt demnächst

Dabei wird der Reis nicht dauerhaft geflutet, sondern wächst am Feld im „Trockenen“ und wird nur bei Bedarf bewässert. Diese Reisanbaumethode hat den Vorteil, dass sie wesentlich wassersparender und damit ökologischer ist. Die Reisfelder der Hauptstadtbauern sind in Harland, Wagram und Windpassing. Sie können jederzeit besichtigt werden. Auch ein direktes Treffen mit den Reisbauern kann jederzeit vereinbart werden.

In den nächsten zwei Wochen wird der Reis mit einem herkömmlichen Mähdrescher gedroschen. Anschließend wird er getrocknet, gereinigt und poliert, zusätzlich hübsch verpackt und für den Verkauf vorbereitet.

Ab Oktober erhältlich

„Wir rechnen mit einem Verkaufsstart in den ersten Oktoberwochen. Erhältlich wird der Reis via Internet, über den St. Pöltner Markt und direkt ab Hof sein“, informieren die Hauptstadtbauern Dangl und Winter.

Die Hauptstadtbauern als eigene Marke

Die Hauptstadtbauern sind eine überbetriebliche Kooperation der landwirtschaftlichen Betriebe Dangl aus Windpassing und Winter aus Harland. Die Idee für den Anbau von Reis in der Landeshauptstadt kam von Jakob Winter, einem der Hauptstadtbauern, der sich dafür von einem früheren Schulkollegen in der Höhere landwirtschaftliche Bundeslehranstalt St. Florian einige Tipps holen konnte.