Fix: 7 Listen im Bezirk

Erstellt am 28. Jänner 2013 | 09:13
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Landhaus
Foto: NOEN
Landtagswahl | VP und SP wollen Ergebnis von 2008, FP und Grüne Mandate ausbauen.
BEZIRK ST. PÖLTEN | Vor fünf Jahren verbuchte die VP in der Landeshauptstadt einen Erdrutsch-Sieg und überholte nach vielen Jahrzehnten erstmals die SP. Im Bezirk zementierte damals die VP ihren Vorsprung von 54 Prozent und lag damit ganz auf Landeslinie.

Ein halbes Jahrzehnt später will die VP, erneut mit Martin Michalitsch an der Spitze, wieder dieses „sehr gute, damals unerwartete“ Ergebnis erreichen. Mit einem verjüngten Team: Als Listenzweite beerbt Doris Schmidl Vorgänger Franz Grandl, Platz drei bis fünf nehmen Maria Hager-Wohlmuth, Markus Krempl und Sophie Moser ein. Punkten will man mit Themen wie Arbeitsplätze in der Region, Betriebsansiedelungen, dem Ausbau des Landesklinikums und der Landesausstellung im Pielachtal. Mit Stolz auf den Frauenanteil (acht Frauen auf der 15-Personen-Liste) will man nach dem Aschermittwoch mit einem sachorientierten Wahlkampf starten.

„Um die Wahrheit zu sagen, stecken wir Parteien allesamt schon im Wahlkampf“, setzt SP-Nationalrat Anton Heinzl auf „Wahlwerbung ohne Schmutzkübelpropaganda“. Ebenfalls stolz auf ihren Frauenanteil von acht Kandidatinnen - erneut mit Heidemaria Onodi und erstmals Ilona Tröls-Holzweber an der Spitze (Otto Kernstock tritt nicht mehr an) - setzt die Bezirks-SP auf Themen wie Betreutes Wohnen, Gesundheitsversorgung, Unterstützung von Jungem Wohnen, Unterstützung für Wiedereinsteigerinnen, Verkehr und Infrastruktur sowie Bildungsgerechtigkeit. Wie die VP will man zumindest das Ergebnis der letzten Landtagswahl erreichen.

Das Ergebnis von 11,3 Prozent im Bezirk verbessern will die FP, die erneut mit Erich Königsberger an der Spitze (vor Karl Wurzer, Peter Sommerauer und Ulrike Strutzenberger) ins Rennen geht, ein Wunschresultat will man aber nicht nennen. Punkten möchten die Freiheitlichen mit dem Thema „Grenzen sichern“ und dem Fokus auf die Familienpolitik („Kinder zu bekommen muss wieder leistbar werden“). Im Februar wolle man mit dem Wahlkampf starten. „Jeder Ort wird mindestens einmal von mir besucht“, so Königsberger.

Michael Pinnow führt die Bezirks-Liste der Grünen für die Landtagswahl an. Mit dem Slogan „Saubere Politik für Niederösterreich“ ziehen die Grünen in den Wahlkampf: „Uns kann man nicht kaufen, nur wählen.“ Relevant für die Grünen ist auch die geplante Verhinderung der S 34 sowie der Ausbau von Bildungseinrichtungen.
Das Ergebnis der letzten Wahl wollen die Bezirks-Grünen auf jeden Fall toppen und damit „unsere Position verbessern“.

Neben den vier bereits im Landtag vertretenen Parteien am Start: das Team Stronach, die KPÖ und die Mutbürger.

Über die Wahl
Termin: Gewählt wird am 3. März. Wählen dürfen Bürger, die spätestens am Wahltag das 16. Lebensjahr vollendet haben.

Haben am Freitag, 25. Jänner, ihren Wahlvorschlag bei der Wahlbehörde eingereicht: VP, SP, FP und Grüne (bereits im Landtag vertreten), Team Stronach, KPÖ und Mut-Bürger. Kandidieren nicht mehr: die CPÖ, das BZÖ und die LNÖ (CPÖ und die Piraten haben im Bezirk nicht genug Unterstützungsstimmen zusammenbekommen).