Avi Kravitz : Hacker-Jäger von der FH St. Pölten. Avi Kravitz untersucht die Server der VP. Ausgebildet wurde er in St. Pölten.

Von Martin Gruber-Dorninger. Erstellt am 09. September 2019 (16:21)
Michaela Mejta
Avi Kravitz ist ein gefragter Mann derzeit.

Nach dem mutmaßlichen Hacker-Angriff auf den ÖVP-Server ist er ein gefragter Mann: Avi Kravitz. Der IT-Experte und Mitbegründer der Firma Cybertrap Software GmbH soll den Datenklauern auf die Schliche kommen. Seinen technischen Feinschliff holte er sich an der FH St. Pölten, deren Absolvent er ist und mit der er immer noch eng verbunden ist.

„Es ist gerade sehr viel zu tun“, sagt Kravitz, dessen Firma Schritt für Schritt den Hackern auf der Spur ist. „Wir wenden gerade sehr viel Personal auf, um weiter zu kommen und wir kommen auch weiter.“ 1,3 Terabyte Daten sollen innerhalb von fünf Wochen von den ÖVP-Servern kopiert worden sein. Vor einer Woche „wurde dem Angreifer der Stecker gezogen“, wie Kravitz sagt.

Sein ganzes Leben schon beschäftigt sich der Wiener mit IT-Sicherheit. „Ich bin nach St. Pölten zum Studieren gegangen, da hier die Ausbildung wirklich fundiert ist und alles rundum wirklich gut war“, wurde Kravitz zum Fan der Fachhochschule.

FH-Abgänger sind in der Branche gefragt

„Nach wie vor bin ich fest involviert in der FH und stolz, ein Absolvent der FH zu sein“, sagt Kravitz. Er ist derzeit auch am Aufbau einer Forschungseinrichtung durch eine Schwestergesellschaft von Cybertrap an der FH involviert. „Die Ausbildung ist auch hier super, die Lehrer sind super. Unser Feedback wird stets aufgenommen und wir erhalten hervorragende Absolventen“, so Kravitz. Aktuell sind acht Mitarbeiter bei seiner Firma beschäftigt, die ihre Ausbildung an der FH entweder genossen haben oder gar noch genießen.

Das Studium scheint genau den Puls der Zeit zu treffen. „Hack-Angriffe werden definitiv immer häufiger in Zukunft. Wenn jemand etwas haben will, das jemand anderer hat, dann ist er ein potenzielles Ziel“, prophezeit Kravitz. Die Werkzeuge dafür würden immer günstiger und auch leichter verfügbar. „Die Tools sind im Darknet zu beziehen. Sogar Auftragsarbeiten werden darin angeboten und immer günstiger“, so Kravitz. Zudem sinke die Hemmschwelle für Hacker-Angriffe immer weiter.