Kameras enttarnten Kassen-Knacker in St. Pölten. 23-Jähriger stahl drei Mal Geld aus dem Bauerneck in der Raiba Franziskanergasse. Nach Aufklärung liefern Landwirte weiter.

Von Beate Steiner. Erstellt am 23. Juli 2019 (19:40)
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Symbolbild

Speck, Käse und Apfelsaft im Bauerneck der Raiffeisenbank in der Franziskanergasse sind verlockend. Für einen jungen St. Pöltner war allerdings auch das Geld unwiderstehlich, das die Kunden dort hinterlassen haben. Schon drei Mal räumte der Dieb die Kassen der Bauern am Wochenende leer. Betroffen sind die fünf Landwirte, die vor der Absperrung zur Bank ihre Waren bereitstellen.

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Bettina Hörmann ist erleichtert, dass die Kamera-Überwachung zur Ausforschung des Täters geführt hat.

„Wie dreist ist das denn – trotz Videoüberwachung einfach die Kassen auszuräumen“, ärgert sich der Witzendorfer Georg Reindl, der im Bauerneck Obst und Säfte anbietet. Gemeinsam mit den anderen geschädigten Landwirten wollte er sich schon aus dem Bauerneck zurückziehen, hat sich aber entschlossen, weiter seine Produkte in der Bank bereit zu stellen.

Denn „dank der Bilder aus den Kameras in der Bank konnte der Täter ausgeforscht werden“, so Reinl. Das bestätigt auch die Polizei: Der Kassen-Knacker ist ein 23-jähriger St. Pöltner, besachwaltet und aus dem Suchtmittelmilieu.

„Ich bin der Meinung, dass er den Schaden abarbeiten sollte“,

„Ich bin der Meinung, dass er den Schaden abarbeiten sollte“, betont Georg Reinl. Bettina Hörmann, Regionalleiterin der Bank und Initiatorin des Bauernecks, ist erleichtert, dass sich der junge Mann vor Gericht verantworten muss und auch, dass das kulinarische Nahversorgungs-Angebot der Raiba Zukunft hat: „Das ist ein gutes und erfolgreiches Projekt. Es wäre bedauerlich, wenn das Schaden nähme.“