Dämmerungseinbrüche im Bezirk St. Pölten: „Täter werden dreister“

Die dunkle Jahreszeit lockt Einbrecher an. Polizei setzt auf Dämmerungsstreifen.

Erstellt am 28. November 2021 | 06:15
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Wenn die Tage kürzer werden, sind wieder öfter Dämmerungseinbrecher unterwegs.
Foto: Shutterstock.com/Ricardo Reitmeyer

Wenn es früh finster wird, kommt auch die Zeit der Dämmerungseinbrüche. „Einfamilien- und Reihenhäuser sowie ebenerdige Wohnungen sind bevorzugte Tatorte. Terrassentüren, unvergitterte Keller- oder gekippte Fenster bieten ebenso leichtes Spiel“, sagt Christian Schuller, Kriminalreferent vom Bezirkspolizeikommando St. Pölten.

Auch untertags wird immer öfter eingebrochen

Dennoch: Die Einbrüche sind heuer bislang leicht rückläufig: Zwischen 1. Jänner und 21. Oktober wurden im Bezirk St. Pölten 51 Einbrüche angezeigt, im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es 67. Im gesamten Jahr 2020 gab es 82 Vorfälle.

Die Exekutive fährt jetzt im Bezirk „Dämmerungsstreifen“, um durch Präsenz Einbrecher abzuschrecken oder auf frischer Tat zu ertappen. Zur Prävention setzt die Bezirkspolizei auch auf regelmäßige Schwerpunktaktionen. „Durch Bündelung der Streifen können Hotspots abgedeckt und verstärkt verdächtige Fahrzeuge und Personen kontrolliert werden“, sagt Schuller.

„Da die Täter rasch flüchten wollen, sind Ortschaften nahe an Hauptverkehrsrouten wie der Westautobahn prinzipiell stärker von durchziehenden Tätern betroffen als ländliche Bereiche oder Täler, wo nur eine Hauptstraße durchführt“, erklärt Schuller.

Corona mit Homeoffice oder mitunter Verlust des Jobs bereite Einbrechern einerseits eine schlechte Saison, da die Menschen mehr zu Hause seien, die Täter würden bei ihren Beutezügen aber auch dreister vorgehen, bemerkt er. So brechen Langfinger immer öfter untertags ein. „Uneinsichtige Gärten mit lückenhafter Umzäunung sind da bevorzugt“, warnt er.

Tipps, wie man sein Objekt besser sichern kann, bietet die Polizei kostenlos im Rahmen der Kriminalprävention. Informationen dazu gibt es auf jeder Polizeidienststelle.