„Ich hoffe, meine Kollegen überleben“. Martin Marchetti und seine Familie geben das Stattersdorfer Gasthaus nach 13 Jahren endgültig auf. Corona setzte dem Wirten gehörig zu.

Von Martin Gruber-Dorninger. Erstellt am 15. Mai 2020 (10:14)
NÖN/Lisa Röhrer

Während am Freitag die Gastronomen wieder öffnen dürfen, bleibt der Gwercher in Stattersdorf zu. Die Familie Marchetti muss sich der wirtschaftlichen Lage endgültig geschlagen geben. „Seit März fehlen mir rund 3.000 Gäste. Das kann ich nicht mehr schaffen“, erklärt Martin Marchetti gegenüber der NÖN.

Bereits im Vorjahr musste die M.M. Gastronomiebetriebs GmbH Insolvenz anmelden. Beim Landesgericht wurde ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet. Die Hoffnung es noch einmal zu schaffen war groß und es schaute auch ganz gut aus. Doch das Coronavirus versetzte der Familie Marchetti einen vernichtenden Schlag. Von einem Tag auf den anderen wurden Hochzeiten, Firmungen, Zehrungen und Geburtstage abgesagt. Dar Gwercher lebte in seiner gemütlichen Atmosphäre nicht nur von der Stammkundschaft, sondern hauptsächlich von Feiern. Danach war das Konzept des großen Gasthauses auch ausgelegt.

Wie es mit der Familie weitergehen wird, steht noch nicht fest. Es werden noch Gespräche mit dem Gebäude-Eigentümer Egger geführt. „Ich hoffe jedenfalls, dass viele meiner Kollegen diese Coronakrise wirtschaftlich überleben“, weiß Marchetti auch um die Not bei anderen Betriebe