Heinzl: „Fühle mich wie runderneuert“

Erstellt am 25. Februar 2014 | 23:59
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ST. PÖLTEN / Zwei Monate nach seinem Horror-Unfall kehrt der SPÖ-Abgeordnete am 27. Februar wieder in die Politik zurück.
Von Daniel Lohninger

Neun Tage lang lag SP-Nationalratsabgeordneter Anton Heinzl nach einem Horror-Crash auf der Intensivstation. Am 27. Februar gibt er sein Polit-Comeback. Die NÖN lud ihn deshalb beim Reha-Aufenthalt in der Sonderkrankenanstalt Hochegg zum Interview.

NÖN: Beim NÖN-Interview nach der Verlegung aus der Intensivstation haben Sie noch gehofft, dass Sie am 29. Jänner wieder im Parlament sitzen. Jetzt wurde es doch später. Warum?
Anton Heinzl: Ich habe eine Lungenentzündung gekriegt. Die hat den Heilungsverlauf massiv verzögert, was zur Folge hatte, dass ich körperlich noch mehr abgebaut habe. Erst jetzt nach fünf Wochen in Hochegg bin ich wieder auf 80 Prozent meines Leistungsvermögens.

Wie waren die vergangenen Wochen für Sie?
Heinzl: Als ich nach Hochegg kam, konnte ich keine zwanzig Meter gehen, ohne mich dazwischen setzen zu müssen. Heute war ich zwanzig Minuten bei 120 Watt am Ergometer, wanderte 4,5 Kilometer – hab‘ sogar den Sprung in die zweite Wandergruppe geschafft. Ich fühle mich wie runderneuert, also fit für den Polit-Alltag – eigentlich sogar fitter als vor dem Unfall.

Wie geht es Ihnen heute, wenn Sie an den Unfall zurückdenken?
Heinzl: Wie bereits im Interview im Jänner gesagt, kann ich mich an den Unfall selber – ich hab’ ja im Fond geschlafen – nicht erinnern. Insgesamt hat er aber natürlich meine Sicht auf viele Dinge verändert. Wenn man vier Wochen im Bett liegt, sich nicht bewegen kann und für jeden kleinen Handgriff Hilfe braucht, dann hat man viel Zeit nachzudenken und lernt auch die kleinen Dinge des Lebens schätzen. Und natürlich sieht man manche Dinge dann schon auch aus einem anderen Blickwinkel als zuvor.

Wohin wird Sie Ihr Weg am 27. Februar zuerst führen?
Heinzl: Zuerst geht‘s mal ins Parlament, wo einiges an Arbeit im Verkehrsausschuss wartet. Danach geht’s dann gleich wieder nach St. Pölten in meinen Wahlkreis.

Und welche politischen Inhalte wollen Sie gleich mal anpacken?
Heinzl: Im Verkehrsausschuss steht die Novellierung der Straßenverkehrsordnung an. Und dann gibt‘s noch viel, das ich in den nächsten Monaten anpacken will. Die vergangenen Wochen haben mir aber auch eines gezeigt: Dass wir auf unser Gesundheits- und Sozialsystem stolz sein können. Das sage ich jetzt nicht als Anton Heinzl, sondern als österreichischer Staatsbürger. Was in unseren Spitälern und Gesundheitseinrichtungen geleistet wird, ist beeindruckend und ein Beweis für den hohen Standard und die hohe Versorgungs-Qualität – die für uns Österreicher bereits so selbstverständlich ist.