„Chance für die Zukunft“: St. Pöltner Kinderärzte ziehen ein

Es gibt in St. Pölten wieder Kassen-Kinderärzte. Einer davon ist Robert Weinzettel. Die Zusammenarbeit sei zukunftsträchtig.

Erstellt am 24. November 2021 | 05:51
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PVZ-Mitgründer und Allgemeinmediziner Rafael Pichler (r.) freut sich über das zusätzliche Angebot: Kinderarzt Robert Weinzettel absolvierte bereits erste Termine.
Foto: Straubinger

Das PVZ St. Pölten ist in den letzten Wochen weiter gewachsen. 16 zusätzliche Container (jetzt sind es insgesamt 26) bieten nun Platz für die neuen Kinderärzte, die offiziell am Mittwoch, 1. Dezember, ihren Dienst aufnehmen.

Die Container sind bereits eingerichtet, die größte Investition war ein Ultraschallgerät. Teddybären, beklebte Wände und eine Spielecke machen die neuen Räumlichkeiten wohnlich.

„Insgesamt werden die Ärzte bis zu 70 Stunden für die kleinen Patienten da sein.“PVZ-Mitgründer Rafael Pichler

Mit dem neuen Angebot wächst die Zahl der Mediziner im PVZ. Zu den neun Allgemeinmedizinern kommen zwei Kinder-Fachärzte: Kinderkardiologe Robert Weinzettel und Marie-Luise Bös. Mit Öffnungszeiten von 25 Stunden startet das Team, im Frühjahr wird auf 40 Stunden aufgestockt. „Insgesamt werden die Ärzte dann bis zu 70 Stunden für die kleinen Patienten da sein“, so PVZ-Mitgründer Rafael Pichler.

„Diese Zusammenarbeit ist eine Chance für die Zukunft. Ich freue mich, dass sich einige junge Kollegen gefunden haben“, betont Weinzettel, denn St. Pölten habe diese Versorgung dringend gebraucht. Schließlich gebe es in den Bezirken Lilienfeld, St. Pölten Stadt und Land rund 48.000 Kinder zu betreuen.

Um das Potenzial der Kinderärzte optimal ausnützen zu können, werden vorerst nur Akuttermine für unter Einjährige und Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen von den Kinderärzten durchgeführt. „Der Rest sieht zuerst den Hausarzt. Dieser überweist, wenn es nötig ist, an den Facharzt“, erklärt Pichler.

Derzeit werden im PVZ pro Tag etwa 60 Kinder unter zwei Jahren behandelt, 75 weitere Kinder unter zehn kommen dazu. „Der Kinderarzt ist ein hoch spezialisierter Facharzt und für Husten, Schnupfen und Heiserkeit nicht zuständig“, führt Pichler aus.