Immobilien wurden teurer. ST. PÖLTEN / Aufwärtstrend hielt 2013 weiter an. Vor allem Eigentums-Wohnungen und Häuser in zentralen Lagen sind begehrt. Makler erwarten aber jetzt Stabilisierung.

Von Daniel Lohninger. Erstellt am 07. Januar 2014 (23:59)
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Paul Edlauer sieht steigende Nachfrage als Ursache für den Preisanstieg. 2014 rechnet er mit einer Abschwächung des Trends.privat
Von Daniel Lohninger

Ländliche Lagen hielten ihren Wert, Stadt-Lagen legten teils massiv zu – um bis zu 4,7 Prozent. Die Preise stiegen ähnlich stark wie im Wiener Speckgürtel, so das Immobilien-Büro RE/MAX in St. Pölten. „Das ist der Landeshauptstadt-Bonus“, erklärt Geschäftsführer Bernhard Baumgartner.

Die Nachfrage steige markant, zugleich sei das Angebot rückläufig – vor allem bei Eigentums-Wohnungen in Top-Lagen. Käufer seien vermehrt Eigennutzer. Gestiegen sind im Vorjahr auch die Preise für Einfamilienhäuser im Stadtgebiet sowie die Mieten in Top-Lagen. Anders sieht der Trend im Bezirk aus: Hier stagniert laut RE/MAX die Nachfrage, das Preisniveau blieb bestenfalls gleich. Baumgartner erwartet in diesem Jahr aber auch hier einen leichten Aufwärtstrend.

„Noch immer unter dem Preis-Niveau von 1992“

Im Großen und Ganzen ähnlich beurteilt das St. Pöltner Immobilienbüro Edlauer die Lage. „In den vergangenen 15 Jahren wurden kaum neue Eigentums-Wohnungen errichtet. Bei steigender Nachfrage führt das zu steigenden Preisen“, so Paul Edlauer. Auch in allen anderen Immobilien-Segmenten seien 2013 die Preise gestiegen. Zugleich relativiert Edlauer: „Wir liegen noch immer unter dem Preis-Niveau von 1992 – es gibt also Luft nach oben.“ Dennoch erwartet er nicht, dass die Preise weiter in diesem Tempo steigen. „Wir sind jetzt auf einem Niveau, auf dem man zufrieden sein kann, wenn die Preise stabil bleiben oder moderat steigen.“

Mit neuen Wohnprojekten will die Stadt auf die steigende Nachfrage reagieren. „Wir müssen aufpassen, dass die Preise nicht überhitzen“, so Stadler. Zugleich weist er darauf hin, dass das Preis-Leistungs-Verhältnis von St. Pölten in Relation zum Wiener Umland immer noch günstig sei – und das bei höherer Lebensqualität.