Künstlicher Stau auf B 20 bei St. Georgen. Initiative Pro S 34 wollte sich mit Teilsperre der Bundesstraße Gehör beim Bundesministerium verschaffen. Dies sollten die S 34 und der Ausbau des öffentlichen Verkehrs künftig lösen.

Von Martin Gruber-Dorninger und Gerhard Weber. Erstellt am 08. September 2021 (09:11)

Die Initiative Pro S 34 hat Mittwoch-Morgen eine Spur der St. Georgner Hauptstraße gesperrt. Bis zu 150 Teilnehmer zählte die Polizei. Mit dieser Aktion wollte das Personenkomitee rund um SPÖ-Vizebürgermeister Harald Ludwig auf die Notwendigkeit einer Umfahrung der Landeshauptstadt hinweisen. Zudem soll auch der öffentliche Verkehrs ausgebaut werden. Denn  die Anrainer der Hauptstraße würden tagtäglich unter dem Pendlerverkehr leiden. In einem „Anrainerfrühstück“ sollten die Autopendler die Probleme der St. Georgner hören, wir hatten berichtet:

„Die Initiative ist auf eine starke Teilnahme gestoßen. Unter dem Motto ,Wir ersticken im Verkehr und finden kein Gehör` haben die Anrainer laut an die Türe der Verantwortlichen des Ministeriums angeklopft“, erklärt Harald Ludwig. Bisher stießen die Bemühungen der Stadt, das Verkehrsproblem auf der B 20 zu lösen beim zuständigen Bundesministerium auf taube Ohren.

Am Frühstück nahmen dann auch St. Pöltner Bäurinnen und Bauern teil, die Lebensmittel aus eigener Produktion mitbrachten. Überbringer der regionalen Köstlichkeiten waren Maria Fahrnberger von der Bürgerinitiative Landrettung und Dieter Schmidradler für das Klimahauptstadt 2024 Initiativennetzwerk.

Ihre Botschaft war klar: „Diese Lebensgrundlagen unserer Stadt gilt es zu erhalten. Den Menschen, die tagtäglich für gesunde Lebensmittel aus der Region sorgen, gilt es, den Weg in die nächste Generation zu ebnen und die intakten regionalen Kreisläufe zu schützen.“ Eine S 34 quer über ihre Felder ist für die Bauern der Region undenkbar.

Ausgesprochen wurde auch eine Einladung an die Kundgebungsteilnehmer sowie an Vizebürgermeister Ludwig, die geplante Trasse der S 34 auf dem Rad zu erkunden.