3D-Brillen im OP-Saal. Bei Tumorentfernungen sehen Ärzte das Monitorbild nun dreidimensional.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 20. April 2019 (16:06)
Landeskliniken-Holding
Mithilfe von 3D-Brillen kann das OP-Team an der Neurochirurgie im Universitätsklinikum das Innere eines Patienten nun dreidimensional auf einem Monitor untersuchen.

In der Neurochirugie des Universitätsklinikums stehen die Ärzte nun mit 3D-Brillen im Operationssaal. Denn damit etwa die Entfernung von Hirntumoren oder Operationen bei Tumorerkrankungen an der Schädelbasis noch effizienter und für den Patienten sicherer ausgeführt werden können, kommen im Zentral-OP des Haus C mittlerweile dreidimensionale Visualisierungen zum Einsatz.

Das Operationsteam kann sich auf dem Monitorbild, das die inneren Organe der Patienten zeigt, mithilfe der 3D-Brillen räumlich orientieren. Mit der Einführung der intraoperativen Magnetresonanztomographie soll die Effektivität einer Tumor-Entfernung bereits während der Operation am narkotisierten Patienten analysiert werden können.

Die Neurochirurgie machte damit einen weiteren Entwicklungsschritt. Bisher kamen etwa schon innovative Technologien wie Navigationssysteme bei chirurgischen Eingriffen oder das Neuromonitoring zur Überwachung von Nervenfunktionen und Rückenmarksbahnen während der Operation zum Einsatz.

Hand in Hand gehen müsse mit dem modernen OP die chirurgische Expertise, betont der Leiter der Neurochirurgie-Abteilung Karl Ungersböck. „Das konnten wir durch ein engagiertes, kompetentes und spezialisiertes Team aus sechs Assistenzärzten, zwölf Oberärzten und 37 Pflegekräften erreichen.“