Abschied von Egger-Geschäftsführer Bernhard Prosser . Egger-Geschäftsführer Bernhard Prosser verlässt das Unternehmen. Er hat das Image in St. Pölten verändert.

Von Beate Steiner. Erstellt am 09. September 2019 (16:08)
Höfinger
Bernhard Prosser war das Gesicht von Egger in St. Pölten. Er freut sich, dass sich das Image der Stadt und das Image des Getränkeherstellers in den letzten zwei Jahrzehnten positiv verändert haben

25 Jahre lang, davon 16 Jahre als Geschäftsführer, prägte Bernhard Prosser den Auftritt von Österreichs größter Privatbrauerei. Zum Abschied sprach er als Privatperson mit der NÖN über seine Zeit bei Egger.

NÖN: Sie sind 2003 Geschäftsführer geworden. In diesen 16 Jahren ist Egger zur größten Privatbrauerei Österreichs geworden. Haben Sie damit Ihr Ziel erreicht?
Bernhard Prosser: Fritz Egger hat mir jungem Buben damals viel Vertrauen geschenkt und mich zum jüngsten Geschäftsführer in der Brauerwelt gemacht – mit vielen Herausforderungen. Es ist mir und meinem Team gelungen, den Absatz von Egger-Bier zu verdreifachen. In einem stagnierenden Markt. Und wir haben St. Pölten sympathischer und zur Braustadt gemacht. Vor 25 Jahren gab es kein Egger-Bier in den Lokalen, jetzt in den meisten guten Betrieben. Darüber freue ich mich.

Wie ist denn aus dem Radlberger ein St. Pöltner Bier geworden?
Prosser: Als ich hierher gekommen bin, hat die Brauerei Egger aufgrund des schlechten Images von St. Pölten Radlberg aufs Etikett geschrieben. Aber dann hat mit Matthias Stadler eine neue Ära angefangen. Die Wirtschaft ist hinter uns gestanden. Jetzt riechen die Autofahrer auf der A 1 nicht mehr den Glanzstoff-Geruch, sondern sehen die Bierdose. Das hat doch was Sympathisches, wenn man sich ausmacht: „Wir treffen uns bei der Egger-Bierdose.“ Egger ist einer der größten Werbeträger für Niederösterreich. Die Kartons sind bis Seoul und Moskau bekannt. Und, der letzte Coup unserer Exportabteilung, bald auch in USA. Wir waren schon eine umsetzungsstarke Mannschaft.

Bernhard Prosser war das Gesicht von Egger. Wessen Gesicht werden Sie künftig sein?
Prosser: In den 25 Jahren gab es keinen Tag, an dem ich nicht etwas für Egger getan habe. Jetzt lade ich mal meine Akkus auf und wünsche meinen Kollegen bei Egger-Getränke viel Erfolg.