Andy Baum vor Freiraum-Auftritt in St. Pölten: „Komme gerne hierher“

Mit alten Hits und neuen Songs zieht es Andy Baum wieder in den von ihm geschätzten Freiraum.

Erstellt am 25. Oktober 2021 | 12:42
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Andy Baum serviert mit Christian Becker alte Gustostückerl und neue Songs im Freiraum.
Foto: gregorhartmann.at

Austropop-Legende Andy Baum beehrt am Samstag, 6. November, ab 19.30 Uhr den Freiraum. Gemeinsam mit Weggefährte Christian Becker und Band gibt er beim einzigen Niederösterreich-Konzert der Formation „Hits reloaded & Neues“ zum Besten.

NÖN: Vor zwei Jahren hieß Ihre gemeinsame Tour noch „Alles ist möglich“. Was ist heute alles möglich?

Andy Baum: Musikalisch ist alles möglich, nur die Umstände machten es in den letzten eineinhalb Jahren sehr schwierig. Aus den zuletzt wieder möglich gewordenen Auftritten zu schließen, dass alles wieder normal ist, ist ein großer Irrtum.

Worauf mussten Sie in den letzten eineinhalb Jahren schmerzlich verzichten?

Baum: Ich bin ein teamfähiger Einzelkämpfer, konnte also viel alleine oder in der Folge im kleinen Team arbeiten, Musik schreiben und in meinem Studio als Produzent arbeiten. Mich persönlich hat die Krise nicht so schwer getroffen wie mein persönliches Umfeld, wo es viele Musiker leider kalt erwischt hat. Christian Becker beispielsweise hat es als Musiker, Gastronom und Veranstalter gleich dreifach getroffen.

Christian Becker und Sie verbindet eine langjährige Freundschaft. Was verbindet Sie musikalisch?

Baum: Die Lust am gemeinsamen Musizieren und vorsatzfrei sowie angstfrei Spaß auf der Bühne zu haben. Das ist es auch, was ich als Gast bei Konzerten suche: Dass mich die handelnden Personen innerhalb kürzester Zeit auf eine Reise mitnehmen. Das gelingt immer dann, wenn auf der Bühne Ehrlichkeit und Authentizität zu finden sind. Genau so versuchen auch Christian und ich auf die Bühne zu gehen: Wenn es greift, dann entsteht eine Verbindung, dann senkt sich quasi die Bühnenkante.

Was erwartet das Publikum im Freiraum? Hits wie „Slow down“ und „Still remember Yvonne“, aber auch Neues?

Baum: Ja, natürlich die Klassiker, Songs von Christian, und auch einige Songs, in denen ich zu meiner Muttersprache gefunden habe. Wir mischen völlig ungeniert Kraut und Rüben. Einige Elemente werden treuen Gästen bekannt sein, so mancher könnte aber in St. Pölten in den Genuss von noch nie gehörten Liedern kommen.

Sie waren zuletzt bereits 2018 mit Günther Mokesch sowie 2019 mit Ulli Bär und Matthias Kempf im Freiraum. 2020 hätten Sie mit Christian Becker hier auftreten sollen. Wie ist Ihre Verbindung zum Freiraum und zu St. Pölten?

Baum: Ich mag die selbstverständliche Kompetenz, die hier waltet. Das ist ein ambitioniertes und neugieriges Team und damit gibt es einen Boden, zu dem ich mich sehr hingezogen fühle. Ich komme sehr gerne hierher. Zudem gibt es eine andere tradierte Verbindung zu St. Pölten, zu meinem langjährigen Partner und Manager Edwin Prochaska.

Was bedeutet Musik für Sie?

Baum: Musik hat unmittelbar mit meinem Leben zu tun. Ich fühle mich sehr beschenkt, weil ich den Wunsch, den ich als Dreizehnjähriger hatte, heute leben darf und davon leben kann. Es war aber auch nicht so sehr eine Frage der Entscheidung, denn ich habe einfach gar nicht anders können, als Musiker zu werden.

Welche Pläne für die Zukunft haben Sie?

Baum: Es gibt viele Projekte, an denen ich als Kreativproduzent mitarbeite. Nach wie vor ist es Corona-bedingt schwierig, konkrete Pläne zu schmieden. In unserer Branche verschieben sich Sachen gleich um einige Jahre. Ich habe also keine fixen Pläne, sondern bin neugierig und freue mich über alles, was meines Weges kommt.