Start-up der 1990er feiert 30. Geburtstag. Die KWI Engineers sind seit drei Jahrzehnten international aktiv und ein wichtiger Player in der Gründungsstadt St. Pölten.

Von Beate Steiner. Erstellt am 21. Januar 2020 (03:53)
Klaus Raffetseder, Thomas Bertl und Gunter Quirchtmayer leiten die KWI als Tochter der IPRO Dresden.
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Mit der Vision „Wissen wird Wirklichkeit“ gründeten Josef Wildburger und Friedrich Kapusta 1989 die KWI Engineers und erstellten als erstes Projekt eine Energiestudie für das NÖ Landhaus. 30 Jahre und 5.000 Projekte später leiten Thomas Bertl, Klaus Raffetseder und Gunther Quirchtmayer das Unternehmen mit 30 Beschäftigten als Tochter der IPRO Dresden und bietet neben der Generalplanung und der Planung der Technischen Gebäudeausrüstung auch Baubegleitung an. „Wir planen nach dem Motto ‚Form follows function’. Zweckorientierung und Ästhetik stehen bei uns im Vordergrund“, betont Thomas Bertl. Die einzelnen Disziplinen würden zu einem Ganzen verschmelzen, ökologische und ökonomische Kriterien würden integriert. „Die professionelle, praxisorientierte Umsetzung unseres Ingenieurwissens in die Wirklichkeit ist unser tägliches Brot – heute so wie vor 30 Jahren“, sagt der Geschäftsführer.

Innovative Firmen unter einem Dach

Josef Wildburger gründete vor 30 Jahren die KWI.
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Vor 30 Jahren war Josef Wildburger noch an TU und WU Wien tätig und nahm am damaligen Start-up-Programm „Wissenschafter gründen Firmen“ teil – mit den KWI Engineers als erstem Unternehmen. Weitere folgten, die „unter dem Dach der KWI Consultants & Engineers AG zusammengefasst und von St. Pölten aus international positioniert wurden“, so Wildburger. „Wissen wird Wirklichkeit“ war unsere visionäre Basis, um innovative Planungs-, Beratungs- und Prüfunternehmen zu gründen, in denen das Know how aus den unterschiedlichsten Disziplinen anwendungsorientiert verknüpft wird“, erinnert er sich. Planungs- und Aufsichtsleistungen für das Regierungsviertel in St. Pölten – damals die größte Baustelle Europas – waren genauso Inhalt von Aufträgen wie die Technologie- und Wirtschaftsstrategien Niederösterreichs oder die Betreuung von EU- und Weltbank über das Brüsseler KWI Büro. Besondere Highlights in der Gründerstadt waren der Aufbau der St. Pöltner Wirtschaftsservicestelle ecopoint und der Masterplan Innenstadt 2020.

Nach dem Management Buy Out der KWI-Töchter, darunter your eConsultants und ConPlusUltra, übernahm 2012 die IPRO Dresden, eine der größten deutschen Ingenieurleistungsfirmen, mit dem österreichischen Management die jetzt 30 Jahre alten KWI Engineers.