Tausende Partys bis zum 15. Geburtstag. Seit 2004 feiern die St. Pöltner im Warehouse. Bei mehreren Generationen von Feiernden hat der Club Kult-Status.

Von Lisa Röhrer. Erstellt am 17. Januar 2019 (15:39)
Bei Events wie der
Bei Events wie der X-Mas-Session machen die vielen Generationen, die mittlerweile zur „Warehouse-Family“ gehören, die Nacht zum Tag. nitelife.at

Seine Jugend bewahrt hat sich der einzige Jugendclub der Stadt – auch wenn das Warehouse im Februar bereits seinen 15. Geburtstag feiert. 2004 sollte eigentlich nur eine einzige Party in den VAZ-Lagerhallen steigen. Weil die aber so gut ankam, eröffnete Norbert „Pauli“ Bauer, der zuvor das „Jesters“ betrieb, dort den Ü16-Club. Mittlerweile kann er auf tausende durchtanzte Nächte und 1.500 Live-Events zurückblicken: Auf den Bühnen der Location, die immer mal wieder etwas umgemodelt wurde, standen bereits international bekannte Bands wie Wanda, 3 Feet Smaller oder K.I.Z. Aber auch regionale Erfolgs-Exporte wie Bauchklang oder Camo & Krooked sammelten dort erste Erfahrungen. Sogar Jazz und Kabarett standen am Programm.

Spagat zwischen den Musik-Stilen

Das Warehouse hat laut Geschäftsleiter Steve Ponta immer versucht, den Spagat zwischen alternativer und kommerzieller Musik zu schaffen. Das Team habe sich auch immer bemüht, Bands und DJs eine Bühne zu geben. Ansprechen will man die 16- bis 20-Jährigen. Weil aber auch die „Kids von früher“ älter wurden, entstanden Events wie der „90er Club“ oder „Gestern war‘s schöner“, bei denen erst ab 21 oder 25 Jahren Einlass gewährt wird. Ergänzt werden damit Reihen wie „Fasten your Seatbelts“ oder „Soulshake“. Auch das „Urban Art Forms“-Festival hat im Warehouse Wurzeln.

„Tradition haben auch die Benefiz-Events der Schulen“, erzählt Ponta. Dabei können sich die Jugendlichen selbst als Party-Planer versuchen. „Das Schönste am Warehouse ist aber die familiäre Atmosphäre. Das ist der Charme der Kleinstadt, man kennt immer irgendwen“, grinst Ponta. Deshalb soll auch die Geburtstagssause am 8. und 9. Februar ein „Homecoming“ werden: Auflegen werden dort alle DJs, die im letzten Jahr an den Turntables standen.