„Kampf“ mit dem Winter

Erstellt am 24. Oktober 2011 | 00:00
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ihren Einsatz: Die Straßenmeisterei ist für den Schnee gerüstet.

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Auch für massiven Schneefall ist die Straßenmeisterei gerüstet. Die Lager sind mit Salz und Splitt gefüllt, die Mannschaft vorbereitet. 3.500 Kilometer legt ein einziger Lkw im Winterdienst zurück. »Wenn wir durch unsere Arbeit auch nur einen Unfall verhindert haben, dann hat sich der Aufwand gelohnt«, so Erich Ringseis, Leiter der Straßenmeisterei St. Pölten-West. NKL REINBERGER
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VON THOMAS WERTH

ST. PÖLTEN / Der Winter kann kommen - zumindest, wenn es nach den Mitarbeitern der Straßenmeisterei geht. Denn die sind bestens gerüstet, um es mit den Schneemassen auf St. Pöltens Straßen aufzunehmen. 1.000 Tonnen Salz und rund 3.000 Tonnen Splitt sind bei der Straßenmeister St. Pölten-West bereits gelagert. „Für einen durchschnittlichen Winter reicht das Salz absolut aus. Beim Splitt müssen wir meist 2.000 Tonnen nachfüllen. Aber selbst, wenn der Winter heftiger wird, sind Engpässe wie im Vorjahr nicht zu erwarten“, so Leiter Erich Ringseis (52). Um 252 Kilometer Straßen (90 Kilometer davon mit Salz) in elf Gemeinden (bis nach Loosdorf und Wilhelmsburg) muss er sich mit seinem 40-köpfigen Team kümmern. 10 Lkw (drei davon mit Splitt beladen) warten auf ihren Einsatz, die jeweils eine Route von rund 25 Kilometern abdecken. Zwischen vier und sechs Stunden dauert die Räumung und Streuung einer Route. „Im Schnitt legt ein Lkw pro Winter 3.500 Kilometer zurück“, so Ringseis.

Jeweils 20 Mann haben  Bereitschaftsdienst

 

Das wichtigste Instrument ist aber der Wetterbericht. „Er ist unser tägliches Brot, wir werden ständig am Laufenden gehalten“, so Ringseis. 20 Mann haben außerhalb der regulären Arbeitszeiten Bereitschaftsdienst, sind in kurzer Zeit einsatzfähig. Ein motorisierter Streckendienst schlägt zudem sofort Alarm, sollte eine Strecke den Einsatz der Straßenmeisterei erfordern.

Trotz perfekter Organisation hat Ringseis aber auch an die Autofahrer eine große Bitte: „Wir versuchen, unsere Arbeit bestmöglich zu machen. Aber wir können nicht überall gleichzeitig sein. Deshalb bitte ich die Verkehrsteilnehmer, in dieser Zeit vorsichtiger und defensiver zu fahren. Denn wir können schließlich erst dann ausrücken, wenn es bereits zu schneien begonnen hat.“

Doch auch bevor „Frau Holle“ die Landeshauptstadt weiß einfärbt, gibt es für das Team noch ausreichend zu tun. „Die meisten Kollegen arbeiten noch bei den Baustellen. Anfang November müssen wir dann 8.000 Schneestangen und Schneezäune auf einer Länge von 26 Kilometern aufstellen. Das wird rund eineinhalb Monate dauern“, schildert der 52-Jährige.

Auch bei mildem Wetter  gibt es reichlich zu tun

 

Und selbst, wenn der Schneefall im Winter eine Zeit lang ausbleiben sollte, bedeutet das nicht, dass die Straßenmeisterei untätig ist. Ringseis: „Baumpflege, Bankett schneiden, Verkehrsschilder aufbauen - es wartet genügend Arbeit auf uns.“