Nationalteam trainiert für das neue Jahr. Sportjahr begann für Karateka mit tollen Platzierungen in der Weltrangliste und mit einem Training in der NÖ Landeshauptstadt.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 08. Januar 2019 (02:21)
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Die Kaderathleten U 16, U 18, U 21 und allgemeine Klasse trainierten gleich in der ersten Jänner-Woche im Sportzentrum Niederösterreich mit Marianne Kellner (r.).

Das zu Jahresbeginn aktualisierte Ranking der World Karate Federation unterstrich die internationale Qualität des St. Pöltner Zen Tai Ryu HAK-Karate und die hochwertige Jugendarbeit in Zusammenhang mit dem SLZ/BorgL/HaschL eindrucksvoll: SLZ/BorgL-Absolventin und Staatsmeisterin Kristin Wieninger ist Nummer eins der Welt im U-21-Kata-Bewerb vor der Japanerin Saori Ishibashi und der Slowakin Ema Brazdova. „Ich bin unglaublich happy über dieses Standing, denn jetzt beginnt erst mein letztes Jahr in dieser Klasse“, freut sich die nunmehrige Heeressportlerin.

SLZ/HaschL-Athletin Funda Celo schaffte bereits im Vorjahr den Sprung unter die Top Ten (8.) der U-18-Juniorinnen und rangiert nun zu Jahresbeginn ebenso sensationell auf Platz drei hinter der Iranerin Hadiseh Jamal und der Türkin Keyda Nur Colak. Schwester Isra Celo lag vor sechs Monaten nach ihrem Eintritt in die Kategorie der U-16-Kadettinnen abgeschlagen auf Platz 80 und schaffte in den letzten vier Monaten, seit sie ins SLZ/HaschL-System eingetreten ist, den Gewaltsprung auf Rang sechzehn. „Ich muss es wieder einmal betonen, dass ohne einen Background, wie SLZ/BorgL/HaschL ihn bieten, diese Resultate nicht möglichwären; dieses Faktum ist auch bei den verwandten Einrichtungen in ganz Österreich erkennbar“, stellt Erhard Kellner, einst Mitbegründer des SLZ, fest.

Trainingslager vor der Jugend-EM in Aalborg

Da sich die rot-weiß-roten Karateka nicht auf Lorbeeren ausruhen, fanden die ersten Nationalteam-Trainings gleich zu Jahresbeginn statt. Die Kumite-Athleten trainierten vier Tage in Vorarlberg, die Kata-Sportler in Niederösterreich. Obwohl der Wettergott mit Schneemassen hineinfunkte, trafen sich sechzehn der besten Karateka aus der Steiermark, aus Kärnten, Salzburg, Ober- und Niederösterreich im neuen Olympiazentrum, um sich mit Bundestrainerin Marianne Kellner auf die kommenden Aufgaben vorzubereiten.

Ab 2019 gibt es eine neue Bewertungsgrundlage: Die Kata-Sportler erhalten von den Kampfrichtern – ähnlich dem Eiskunstlauf – je eine Note für Technik und Athletik, wobei von der Techniknote 70 Prozent und von der Athletiknote nur 30 Prozent in die Wertung kommen. „Wir haben all die Jahre großen Wert auf die Technik gelegt, das wird uns nun zugutekommen“, ist Bundestrainerin Kellner überzeugt.

In Kürze geht es Schlag auf Schlag: Nach dem International Austrian Champions-Cup in Hard (Vorarlberg), der als letzter Test für die Jugend-EM gilt und dem Hungarian Tatami-Cup in Szigetszentmiklos (EM-Qualifikation), geht es in der ersten Februarwoche ins dänische Aalborg zur Jugend-Europameisterschaft, wo insbesondere die genannten Damen um Medaillen kämpfen sollen.