Komitee ist enttäuscht

Erstellt am 29. April 2014 | 07:55
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Foto: NOEN, privat
Windpark / Initiative kritisiert Fragen-Beantwortung. „Zonierungsplan ist grobes Konzept, keine Detailplanung“, so Franz Angerer.
Rund 200 Erwachsene, Jugendliche und Kinder haben mit einem friedlichen Aufmarsch vor dem Landhaus in St. Pölten gegen ein mögliches Windparkprojekt am Amerlingkogel demonstriert. Die Vertreter des Bürgerkomitees „Zukunft-Lebensqualität“ haben dabei über 2.100 Unterschriften an das Land übergeben.

Wie berichtet will das Bürgerkomitee sich für eine Volksbefragung starkmachen – wie sie beispielsweise in den Gemeinden Himberg und Münchendorf bereits vor Inkrafttreten des vom Land erstellten Zonenplanes durchgeführt wurden. In Pyhra wurde eine Volksbefragung abgelehnt und Bürgermeister Werner Schmitzer hat angekündigt, erst nach der Erstellung des Zonierungsplans im Gemeinderat über die weitere Vorgangsweise zu beraten.

Die Bürgerinitiative ist davon, aber auch vom Ergebnis des Treffens mit Landesvertretern im Zuge der Demo enttäuscht. Die gestellten Fragen konnten erneut nicht in der erhofften Tiefe beantwortet werden. Offen bleiben weiter Fragen zum Orts- und Landschaftsbild - und warum das Land in Pyhra an der Zonierung festhält
 

Nächster Schritt Klage vor dem Verfassungsgerichtshof

„Leider hatte Landesrat Stephan Pernkopf keine Zeit. Es wurde versucht, mit Landesvertreter Franz Angerer die Einwände gegen die Aufnahme des Standortes Pyhra zu diskutieren“, so Christian Watzl vom Bürgerkomitee.

Bei der Erstellung des Zonierungsplans gibt es klare Vorgaben, die Überprüfungen sind sehr aufwendig. Eingebunden waren auch der Umweltdachverband und „Bird-Life“. Alle dafür vorgegebenen Richtlinien seien genau geprüft worden – auch in Pyhra. Der Zonierungsplan sei ein grobes Konzept keine Detailplanung. „Das Bürgerkomitee hat sich noch detailliertere Angaben erhofft. Diese werden aber erst im Zuge von Umweltverträglichkeitsprüfungen eruiert“, relativiert Franz Angerer.

Das Bürgerkomitee ist fest entschlossen, seine Anliegen weiterhin zu verfolgen. Ein nächster Gedankenaustausch soll bei einem Treffen am 1. Mai in Zell erfolgen. „Als nächsten Schritt bereiten wir die Klage vor dem Verfassungsgerichtshof vor“, erklärt Christian Watzl.