Ein Voith-Platz zur Erinnerung. Über das Ende des Voith-Platzes.

Von Martin Gruber-Dorninger. Erstellt am 13. Mai 2020 (03:40)

„Hier regiert der VSE“, schallte es am 13. September 1988 aus 10.000 St. Pöltner Kehlen. Bei der Flutlichtpremiere am Voith-Platz brachte Leopold Rotter die Voith Schwarze Elf mit 1:0 in Führung. Gegner war damals die Wiener Austria. Die Stimmung war am Siedepunkt, wie eigentlich immer in diesem magischen Fußballherbst, den der VSE St. Pölten auf dem vierten Tabellenrang abschloss.

Heute erinnert nicht mehr viel an diese legendäre Zeit. Der Rasen ist wucherndem Unkraut gewichen und die Plakate an der ehemaligen VIP-Tribüne sind verblasst. Dort, wo einst Mario Kempes & Co die Gegner reihenweise vernaschten, wird im Sommer mit den Abbrucharbeiten begonnen. Die Flutlichtmasten werden im Internet zum Kauf angeboten.

Der Spitzen-Fußball ist mit dem SKN St. Pölten längst nach Ratzersdorf in die NV Arena übersiedelt. Anstelle des Fußballplatzes werden in ein paar Jahren Wohnungen den St. Pöltnern Platz bieten. Der Standort dafür ist schließlich ideal. Ein Andenken wäre dennoch schön. Vorschlag: ein „Voith-Platz“ vor dem Haus.