Athleten dankten das Engagement. Über ein fast perfektes Prokop-Memorial.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 04. Juni 2019 (02:00)

Einzig das Wetter hat bei der zwölften Auflage des Liese-Prokop-Memorials im Sportzentrum NÖ nicht ganz mitgespielt. Gerade für die Sprinter war die Kälte am Feiertag alles andere als ideal. Doch das Wetter kann man als Veranstalter eben nicht beeinflussen. Für alles andere hatte Gottfried Lammerhuber mit seinem engagierten Helferteam von der Sportunion allerdings vorbildlich gesorgt.

Vor allem die Kugelstoßer erbrachten Leistungen, die bislang bei allen Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen für Stockerlplätze gereicht hätten. Dabei waren die Stars zuerst skeptisch, weil die Sandgrube optisch kurz erschien. „Reicht das überhaupt“, fragten sie bei Lammerhuber nach. Der war verdutzt. „24 Meter werdet ihr doch nicht überbieten“, antwortete er noch locker. Tatsächlich reichte es dann zwar nicht zu einem Fabelweltrekord, allerdings hatte die kurze Sandgrube wohl einen Motivationsfaktor. Die Topleute schienen mit jedem Versuch die Kugel hinaus schießen zu wollen.

Einzig die Hochspringer hatten keinen guten Tag. Der Ukrainer Damyanuk schaffte es trotz einer persönlichen Bestleistung von 2,35 Meter nicht über 2,09 Meter — nur Rang vier. Dabei hatten vor ihm die österreichischen Talente noch mit Bestleistungen geglänzt. An der Anlage konnte es also nicht liegen.