St. Pölten

Erstellt am 12. Februar 2019, 02:40

von Wolfgang Wallner

Die Linzer als „Lehrmeister“. Wolfgang Wallner über die LASK-Vorteile gegenüber dem SKN.

Vier Siege aus sechs Testpartien: Der SKN St. Pölten ist bereit für den Ernst des Pflichtspielalltags. Allerdings gäb‘s wohl dankbarere Gegner als den LASK. Die Linzer bauen sich als Hürde im Cup-Viertelfinale. In gewisser Hinsicht könnte man die oberösterreichischen Landeshauptstadtkollegen als Lehrmeister für den SKN bezeichnen. Denn der LASK ist schon dort, wo die St. Pöltner gerne hinwollen.

Punkt eins: Der LASK steht für Kontinuität. Auch nach dem verpassten Aufstieg bekam Trainer Oliver Glasner das Vertrauen, durfte dem Klub seinen Stempel aufdrücken. Punkt zwei: Der LASK steht für eine klar erkennbare Spielidee. Geprägt vom „Vollgas-Pressing“, das Glasner in seiner Salzburger Zeit tief inhalieren durfte. Punkt drei: Der LASK ist der Platzhirsch im Bundesliga, kann die Fans mobilisieren und hat sich seinen Platz in der heimischen Szene (zurück-) erobert.

Diese drei Erfolgskomponenten taugen durchaus als „Richtschnur“ für die St. Pöltner. Die Umsetzung hängt wohl auch davon ab, dass der SKN die Steilvorlage aus dem Herbst nützt. Die Ausgangsposition ist blendend, der Einzug ins obere Play-off wird praktisch am Silbertablett serviert.

Jetzt heißt‘s zugreifen in der Liga. Der Cup ist schön. Aber nur ein „Zubrot“.