Farblos wie im letzten Frühjahr. Wolfgang Wallner über den Diskussionsstoff beim SKN.

Von Wolfgang Wallner. Erstellt am 12. März 2019 (01:31)

Von Jubel, Trubel, Heiterkeit ist in St. Pölten keine Spur. Obwohl der Einzug ins obere Play-off (Meistergruppe) der wohl größte Erfolg der SKN-Vereinsgeschichte ist. Die Performance der letzten Monate lässt die Alarmgruppen schrillen. Ohne die ersten zehn Runden stünde der Landeshauptstadtklub dort, wo er auch im letzten Frühjahr rangiert hat – mitten in der Abstiegszone.

Der SKN agiert farblos, erfolglos. Weder so effizient wie in der Ära Kühbauer, noch so fußballerisch attraktiv, wie Ranko Popovic seine Spielidee bei Amtsantritt umschrieben hat. Eine Weiterentwicklung ist auch nach der Wintervorbereitung nicht erkennbar. Und so muss sich der ehemalige Sturm-Graz-Kicker trotz Erreichen des im Herbst ausgegebenen Ziels in den nächsten Wochen warm anziehen.

Popovic, nach Kühbauers Abgang Richtung Hütteldorf als idealer Nachfolger gepriesen, steht in der Kritik. Und das ist nachvollziehbar. Weder konnte er dem Team seinen Stempel aufdrücken noch annähernd den Punkteschnitt seines Vorgängers erreichen. Zweifel an der Zukunftsperspektive der Zusammenarbeit sind da durchaus angebracht.

Popovic steht vor haarigen Wochen. Denn gegen die Großen der Liga wird die Kehrtwende noch schwerer als gegen die Admira, Hartberg & Co.