Wölfe treten auf der Stelle. Über die St. Pöltner auf der Suche nach Konstanz.

Von Wolfgang Wallner. Erstellt am 03. September 2019 (01:23)

Beim SKN St. Pölten ist momentan nur eine Konstante auszumachen. Nämlich die Heimschwäche. Die ist evident wie eh und je. Wenn die Wölfe punkten, dann auswärts. Auch unter Alexander Schmidt tritt der SKN auf der Stelle.

Daxbacher, Fallmann, Lederer, Kühbauer, Popovic und jetzt Schmidt – in der kurzen Bundesliga-Ära der Wölfe wurde fleißig durchgewechselt im Kader wie auf der Trainerbank. Und die jeweils aktiven Kicker mussten sich ein um‘s andere Mal auf recht konträre Spielphilosophien einstellen. Nun ist also Schmidt am Ruder. Ein Mann aus der Red-Bull-Schule, der sich momentan noch schwer tut mit dem kickenden „Material“ beim SKN. Und dem, was er daraus zu formen gedenkt.

Phasenweise wirkt‘s so, als würde Schmidt zu viel tüfteln. Auf Kosten der Automatismen und der Selbstverständlichkeit im Spiel der St. Pöltner. Das kann gut gehen – wie in Mattersburg. Und das kann in die Hose gehen – wie am Sonntag gegen Hartberg.

Schmidt ist Lehrender und Lernender in einer Person. Im Erwachsenenfußball zählt der 50-Jährige trotz aller Erfahrungen im Spitzenfußball längst nicht als „alter Hase“. Mit einem Dreijahresvertrag ausgestattet hat er alle Zeit der Welt. Wenn er eine Entwicklung tatsächlich in Gang setzen kann …