Stadtwald soll bis 2023 Eschen-frei sein. Stadt und Sparkasse ließen heuer bereits wieder 100 Exemplare entfernen. Weitere 125 müssen bald gefällt werden.

Von Mario Kern. Erstellt am 14. Februar 2019 (05:20)
Kern
Bis Mitte März müssen im Stadtwald insgesamt noch 125 kranke Bäume entnommen werden.

Das Eschentriebsterben in der Landeshauptstadt ist nicht aufzuhalten. Nach Schlägerungen am Kollerberg und während die Arbeiten in der Traisen-Au voll angelaufen sind, geht es auch im Stadtwald wieder weiter. Bis 2023 wird der Stadtwald Eschen-frei sein, rechnet Stadtgärtner Robert Wotapek damit, in den nächsten drei bis vier Jahren jeweils 150 bis 200 kranke Bäume entfernen zu müssen. „Derzeit sind noch gut 20 Prozent übrig.“

Im Sparkassen-Teil im Norden wurden vor wenigen Tagen 20 Bäume entnommen. „Das war im Rahmen der regelmäßigen Waldpflege notwendig und unverzichtbar für die Sicherheit“, erläutert Förster Volkmar Dörfler. „Ein Teil der Eschen und auch Fichten war krank, von Käfern befallen oder bereits abgestorben.“ Nachdem vor zwei Jahren bereits der Großteil der Eschen umgeschnitten worden war, müssten mittlerweile nur mehr einzelne kranke Bäume entfernt werden, so Dörfler.

Rund 80 kranke Eschen fielen heuer im Südteil des Waldes, der Eigentum der Stadt ist. Weitere 80 werden dort bis Ende März gefällt. Besonders schwierig werden sich die Arbeiten an der Ostseite des Waldes gestalten, wo demnächst in Hanglage 45 Bäume entfernt werden müssen. Dafür wird zwei Wochen lang sogar der Zugverkehr auf der Mariazellerbahn unterbrochen. Die 20 Meter hohen Bäume könnten auf die Oberleitung und die Gleise fallen.

„Wollen den Wald möglichst schonen“

Die Schlägerungsarbeiten sind das Ergebnis der letzten großen Baumuntersuchung im November und der regelmäßigen Rundgänge von Förster Dörfler und der Stadtgärtnerei.

„Weil wir den Wald schonen wollen, werden die Schlägerungen sukzessive und nicht auf einmal durchgeführt“, erklärt Stadtgärtner Wotapek. „Mit der Erntemaschine bekämen wir natürlich alle Eschen auf einmal raus, aber das wollen wir nicht.“

An Jogger und Spaziergänger appellieren Wotapek und Dörfler, die Absperrungen während der Wald-Arbeiten nicht zu
ignorieren. „Die Sperren gibt es nicht ohne Grund, die Schlägerungen sind gefährlich.“ Zudem habe man jüngst die Polizei rufen müssen, weil Spaziergänger die Arbeiten behinderten.