St. Pölten

Erstellt am 13. September 2018, 19:56

von Mario Kern

Neue Theatersaison: Von der Antike bis in die Gegenwart. Nach dem Start in die Landestheater-Saison mit „Der gute Mensch von Sezuan“ regiert im Schauspielhaus die Vielfalt.

Symbolbild  |  Gerald Lechner

Fast 2.450 Jahre liegen zwischen dem ältesten und dem jüngsten Theater-Stoff, der in der neuen Landestheater-Spielzeit auf die Bühne gebracht wird – aber auch zwischen Sophokles‘ „Ödipus/Antigone“ und Elfriede Jelineks „Am Königsweg“ gibt es jede Menge zeitloses Theater zu sehen: Den Anfang macht am Samstag, 15. September, Bertolt Brechts „Der gute Mensch von Sezuan“. In der Inszenierung von Peter Wittenberg sind im kritischen Drama neben Ensemble-Mitgliedern auch die junge Schauspielerin Lili Epply, der erprobte Bühnen-Veteran Peter Wittenberg und der preisgekrönte Mime Stefano Bernardin zu sehen. Paul Dessaus Musik zum Stück wird der St. Pöltner Bernhard Moshammer auf der Bühne interpretieren.

Die neue Spielzeit hält darüber hinaus mit Eugene Labiches „Um die Wette“ und Johann Nestroys „Der Zerrissene“ sowie Lewis Carrolls „Alice im Wunderland“ Stücke aus dem
19. Jahrhundert bereit. Mit dem bereits von Kritik umjubelten Jelinek-Stück, das am Landestheater zum ersten Mal in Österreich aufgeführt wird, und Paulus Hochgatterers „Der Tag, an dem mein Großvater ein Held war“ werden auch zeitgenössische Arbeiten auf die Bühne gebracht.

Diese ausgewogene Mischung ist für Intendantin Marie Rötzer wichtig: „Das Landestheater bietet wieder einen relevanten und anspruchsvollen, sowie unterhaltsamen und abwechslungsreichen Spielplan.“ Als Gaststars kann die künstlerische Leiterin in diesem Jahr Maria Köstlinger, Jürgen Maurer und den Salzburger „Jedermann-Einspringer“ Philipp Hochmair begrüßen.