Millionen für die Trinkwasser- Versorgung. St. Pölten investiert einiges in Trinkwasser. Gebühren steigen aber nicht.

Von Martin Gruber-Dorninger. Erstellt am 13. Mai 2020 (03:08)
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Dass Trinkwasser aus unseren Leitungen sprudelt, ist keine Selbstverständlichkeit. Gerade in der Coronakrise ist es wichtig, sich darauf verlassen zu können. Die Stadt St. Pölten lässt sich die Trinkwasserversorgung einiges kosten. Über 2,6 Millionen Euro werden alleine heuer investiert. Die Wassergebühren sollen trotz der Coronakrise aber nicht steigen.

Zweieinhalb Kilometer Wasserleitungen werden jährlich in St. Pölten neu verlegt. Das entspricht der Luftlinie vom Rathaus bis zu den Seen. Zusätzlich werden auch alte Leitungen in demselben Ausmaß jährlich erneuert. Mit 768.000 Euro sind neue Wasserleitungen für Pottenbrunn und Ratzersdorf budgetiert. Durch die Verwertung verschiedener Grundstücke müssen neue Hauptleitungen und Hausanschlüsse hergestellt werden. Ende Mai beginnt dort die Verlegung von 1.500 Metern Wasserleitung, im Sommer soll sie abgeschlossen sein.

Erschwerte Bedingungen durch Coronavirus

Im südwestlichen Stadtgebiet erfolgt ein Wasserleitungstausch um 917.000 Euro. In der Anna-Porod-Straße muss ein Rohrgebrechen behoben werden und in der Eisbergsiedlung Süd wird die Wasserversorgung erweitert.

Inflation und steigende Lohnkosten erhöhen für die städtischen Betriebe jährlich die Ausgaben. Davon bleibt auch die Trinkwasserversorgung nicht verschont. Zusätzlich verursacht das Coronavirus Mehrkosten. Schutzmasken, Mund- und Nasenschutz sowie Desinfektionsmittel sind hier besonders unverzichtbar. „Wir haben in der Vergangenheit bereits gezeigt, wie leistungsfähig die städtischen Unternehmen sind, mit Mitarbeitern, die weit über das normale Maß leisten“, ist der Betriebsleiter der städtischen Trinkwasserversorgung Mirza Sacic stolz auf seine Mannschaft. Trotz der erschwerten Bedingungen werde sich an den Gebühren nichts ändern. „Derzeit gibt es keine Überlegungen die Gebühren zu erhöhen und es wäre in dieser Situation auch nicht angebracht“, erklärt Sacic. Bürgermeister Matthias Stadler verweist in dieser Sache auf die Beschlüsse des Gemeinderates: „Gerüchte um eine Erhöhung sollten spätestens damit klar beantwortet sein.“