Massenkarambolage - Versicherung wickelt alle Schäden ab

Erstellt am 27. März 2013 | 13:17
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VERKEHRSUNFALL AUF DER S1 BEI V…SENDORF
Foto: NOEN, PRESSESTELLE BFK M…DLING (APA)
Insgesamt 42 Fahrzeuge sind bei der Massenkarambolage am Dienstagnachmittag auf der Westautobahn (A1) im Raum St. Pölten beschädigt worden.
Nach einem solchen Unfall ist die Verschuldensfrage für die einzelnen Beteiligten meist schwer zu klären. Sind mehr als 20 inländische Fahrzeuge involviert und gibt es eine Unfallursache, spricht man in Österreich bei Versicherungen von einer Massenkarambolage. In diesem Fall beauftragt der Versicherungsverband eine Versicherung, die Schadensabwicklung für alle Gesellschaften zu übernehmen, sagte Dagmar Hauser, Sprecherin des Versicherungsverbandes.

Im Normalfall machen Schadenreferenten einer regionalen Versicherung erste Erhebungen am Unfallort, diese Informationen werden an den Versicherungsverband weitergeleitet. Dann entscheidet ein Gremium im Verband, ob der "Maßnahmenplan für Massenkarambolagen" in Kraft tritt und beauftragt gegebenenfalls eine österreichische Versicherung mit der Schadensabwicklung für alle beteiligten Gesellschaften. Welche Versicherungsanstalt für die Regulierung nach der Karambolage auf der Westautobahn zuständig ist, war am Mittwoch laut Hauser noch nicht bekannt.

Für den Massenunfall in beiden Röhren des Herzogbergtunnels Dienstagmittag auf der Südautobahn (A2) im kärntnerisch-steirischen Packabschnitt kommt dieser Maßnahmenplan nicht zum Einsatz, da dort weniger als 20 Fahrzeuge involviert waren. Beim Unfall Richtung Klagenfurt waren es 19 Fahrzeuge - 14 Pkw und fünf Lkw, bei jenem in der Tunnelröhre in Richtung Graz ereignete sich ein Auffahrunfall mit zwei Lkw und zwei Pkw.