Neue Westen für St. Pöltner Polizei. St. Pöltner Beamte erhielten als erste in NÖ neue stichsichere Gilets.

Von Thomas Werth. Erstellt am 18. April 2019 (03:11)
Florian Gugler mit der neuen Weste, die die Polizisten bei Angriffen mit Messern schützen soll.
Florian Gugler mit der neuen Weste, die die Polizisten bei Angriffen mit Messern schützen soll. Werth

Sie sind nur etwa zwei Kilo schwer, können aber das Leben von Polizisten retten: Seit Anfang April hat die St. Pöltner Exekutive die neuen „ballistischen Gilets“. Diese sollen die Beamten vor gewissen Projektilen schützen, vor allem aber vor Messerstichen. Wie real diese Gefahr ist, zeigte die Attacke eines psychisch labilen Mannes auf Polizisten in Waidhofen/Thaya in der Vorwoche. Die Zahl der strafbaren Handlungen mit Messern ist laut Exekutive zuletzt deutlich angestiegen.

Die St. Pöltner Beamten sind neben den Kollegen in Wiener Neustadt die ersten in Niederösterreich, die mit den Gilets ausgestattet wurden. In den nächsten Wochen sollen Inspektionen im gesamten Bundesland beliefert werden. Das Tragen der Schutzweste ist laut Stadtpolizei nicht verpflichtend, es gibt aber in St. Pölten die interne Weisung, die neue Ausrüstung nach Möglichkeit zu nutzen. Jeder Polizist hat seine persönliche Weste. Im Herbst wurde das gesamte Personal vermessen, damit die Westen gut sitzen und im Arbeitsalltag nicht stören.

Ausrüstung ist kein Grund für Angst

Die neuen Gilets haben ein unauffälliges Design und sind auf den ersten Blick kaum als Schutzausrüstung zu erkennen. Sollte man auf Polizisten treffen, brauche man keine Angst zu haben, dass etwas passiert ist. „Sie sind nun Teil unserer Ausrüstung und sind kein Anzeichen, dass Gefahr droht“, erklärt ein Beamter der Stadtpolizei. Zum ersten Mal im Einsatz waren die Westen bei der WISA. Das Feedback der Polizisten sei positiv gewesen.