Militärmusik ist gerettet

Erstellt am 30. Dezember 2014 | 10:28
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Foto: NOEN, Helmut Kreimel
St. Pölten bleibt als Standort bestehen, muss künftig aber mit weniger Personal auskommen. Stadler: „Es hat sich ausgezahlt, dass wir uns eingesetzt haben.“

Aufatmen bei der Militärmusik in St. Pölten: Der Standort bleibt entgegen den ursprünglichen Plänen erhalten. Das sicherten Bundeskanzler Werner Faymann und Vizekanzler Reinhold Mitterlehner am Tag vor dem Heiligen Abend zu. Ursprünglich war geplant gewesen, die Militärmusik in St. Pölten aufzulassen (die NÖN berichtete mehrmals).

Konkret sehen die Pläne jetzt vor, dass St. Pölten als Außenstelle der Österreichischen Militärmusik weitergeführt wird und die Militärmusiker auch Zusatzaufgaben beispielsweise in der Katastrophenhilfe übernehmen. Einsparungen am Standort soll die Halbierung des Personalstandes bringen – derzeit hat die Militärmusik NÖ insgesamt 47 Mitglieder, davon ein Drittel Kaderpersonal.

Abrücken von den Einsparungsplänen gefordert

„Es hat sich ausgezahlt, dass wir uns auf allen Ebenen für den Erhalt der Militärmusik eingesetzt haben“, freut sich Bürgermeister Matthias Stadler (SP) darüber, dass das Aus für die Militärmusik in St. Pölten vom Tisch ist. Die Stadt hatte unter anderem mit einer Resolution, die im Gemeinderat nach einer Diskussion um die Formulierung nur mit den Stimmen der SP beschlossen wurde, ein Abrücken von den Einsparungsplänen gefordert. Stadler sieht mit dem Fortbestand der Militärmusik in der Landeshauptstadt auch eine gute Grundlage für die Fortsetzung der 35-jährigen Partnerschaft zwischen Stadt und NÖ Militärkommando.

„Sehr froh“ über den Erhalt der Militärmusik in St. Pölten zeigt sich auch Landeshauptmann Erwin Pröll (VP): „Die Militärmusik ist ein wichtiger Imageträger für das Heer und gesellschaftlich wie kulturell ein wesentlicher Faktor.“