Mit Restalkohol zum Einkaufstempel: Haft

Erstellt am 29. April 2013 | 00:00
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Prozess / Raserei auf der A 21: 22-jähriger St. Pöltner hielt seine Freundin während Verfolgsjagd mit der Polizei im Auto gefangen.
Von Tina Jedlicka

ST. PÖLTEN, BEZIRK BADEN, WIENER NEUSTADT / Spektakulärer Prozess am Landesgericht Wiener Neustadt mit einem St. Pöltner als Hauptdarsteller. Der 22-Jährige, der betrunken mit seiner Freundin der Polizei davongerast war, sie nicht aussteigen lassen und bei der Festnahme um sich geschlagen hatte, musste sich gleich wegen mehrerer Delikte verantworten.

Zur Vorgeschichte: Mit reichlich Restalkohol fuhr ein 22-Jähriger aus St. Pölten von seiner Heimat Richtung SCS, um dort mit seiner Freundin einkaufen zu gehen. Da er mit dem Halten der Spur auf der A 21 im Helenental sichtlich Probleme hatte, wurde die Autobahnpolizei auf ihn aufmerksam und forderte ihn auf, stehen zu bleiben.

Freundin flehte  ihn vergeblich an

Das jedoch war das Letzte, was der 22-Jährige im Sinn hatte. Er raste los. Seine Freundin flehte ihn an, sie aussteigen zu lassen. „Ich hätte doch nicht mitten auf der Autobahn stehen bleiben können“, meinte der 22-Jährige später bei seinem Prozess. Also raste er weiter. 20 Minuten lang war er mit dem Wagen unterwegs – bis er in Baden bei einer Baustelle gegen die Leitplanke krachte. „Die Polizisten haben mich aus dem Auto geholt“, erzählte der St. Pöltner dem Gericht. Dabei soll er laut Anklage außer Rand und Band gewesen sein, soll wild um sich geschlagen und dabei Polizisten getroffen haben.

Damit nicht genug, wurde der 22-Jährige, der sich während des Prozesses in Untersuchungshaft befand, auch wegen Körperverletzung angeklagt. In einem Kebab-Lokal soll er einen Angestellten geschlagen haben und auch seinen persönlichen Erzfeind soll er mit SMS gefährlich bedroht und anschließend verprügelt haben.

Drei Jahre Haft, davon ein Jahr unbedingt, lautet das noch nicht rechtskräftige Urteil.